Buddhistische Stadt in Afghanistan entdeckt

Eine buddhistische Stadt aus dem 2. Jahrhundert ist in Afghanistan entdeckt worden. Kaffir Got, so ihr Name, liegt noch unter Sand begraben im Süden des Landes. Archäologen hoffen nun, in den Ruinen ähnliche Buddhastatuen wie jene von Bamiyan zu finden, berichtet der Online-Nachrichtendienst Ananova . Diese in Fels gehauenen Statuen waren im März 2001 von den Taliban gesprengt worden, um die Zeugnisse der buddhistischen Religion im Land zu eliminieren.

Die alte Stadt sei eine "dramatische Entdeckung", die Einfluss auf das künftige kulturelle Leben Afghanistans haben könne, sagt Robert Knox, Leiter der orientalischen Abteilung des British Museum. Sollte sich herausstellen, dass Kaffir Got im Stil der Gandharan-Kultur erbaut worden ist, wäre das ein ganz neuer Aspekt der afghanischen Antike. Denn bisher hatte man diese buddhistische Kultur, die ihren Höhepunkt um 50 n. Chr. erlebte, nur im nördlichen Afghanistan und Pakistan gekannt.

Die Stadt war wahrscheinlich durch ein Feuer zerstört und dann von den Bewohnern verlassen worden. Holzkohlespuren im Sand lassen dieses Szenario vermuten, schreibt Ananova. Vor Zerstörung ist Kaffir Got aber auch heute nicht gefeit: Die Unesco fürchtet, dass Fundstücke auf Schwarzmärkten verkauft werden könnten und fordert daher eine Bewachung des Geländes.

Carolin Muck


Reload-Capcha neu laden Text der identifiziert werden soll

Bitte geben Sie zusätzlich noch den Sicherheitscode ein!

Rubriken

 


Harte Nuss
Rätsel: Berühmte Entdecker gesucht

 

Der Buchtipp

Sie lieben das Meer, sie respektieren seine Geschöpfe, sie sehen sich als Teil der Natur – und sie sind Jäger und wollen töten. Ihre Mission ist, einen riesigen Eishai zu fangen! Passt das zusammen?

Zu allen Buchtipps


Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der Konradin Mediengruppe