3.700 Jahre alter "Geburtsziegel" in Ägypten entdeckt

Archäologen haben in Ägypten einen 3.700 Jahre alten so genannten Geburtsziegel entdeckt. Der mit bunten Motiven bemalte Stein aus Lehm diente als Stütze für die Füße gebärender Frauen und hatte darüber hinaus mythische Bedeutung. Es ist der erste Fund eines solchen Geburtsziegels, berichtet die Universität von Pennsylvania in Philadelphia.
Aus alten Texten sei bekannt, dass Frauen im alten Ägypten ihre Kinder in kauernder Position zur Welt brachten und dabei auf zwei Lehmziegeln standen, berichtet der Ägypten-Experte Josef Wegner von der Universität in Philadelphia. Um einen solchen Ziegel handele es sich wohl auch bei dem vor einem Jahr in der Gegend von Abydos in Südägypten ausgegrabenen Stein.

Auf der teilweise abgebröckelten Oberfläche ist noch die Darstellung einer Mutter mit Kind zu sehen, die von anderen Frauen und von der Göttin Hathor begleitet wird. Diese Gottheit von der Gestalt einer Kuh wurde in der Mythologie mit Geburt und Fruchtbarkeit in Zusammenhang gebracht. Die Abnutzungsspuren könnten darauf hindeuten, dass der Stein über lange Zeit und für viele Geburten genutzt wurde, vermutet Wegner.

ddp/bdw ? Ulrich Dewald


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