Die letzte Stadt der Inkas

Versteckt in den Wolken der Anden haben Forscher Ruinen der letzten Stadt der Inkas entdeckt. Sie muss 1572 verlassen worden sein, als dort die noch verbliebenen indianischen Rebellen nach 36 Jahren Aufstand gegen die Spanier endgültig aufgegeben hatten, teilt die amerikanische Geographische Gesellschaft mit.
Die Stadt befand sich fast 4000 Meter hoch auf Bergterrassen umgeben von tief abfallenden Hängen. Wenn sich die Wolken verzogen, war der Blick frei und fiel auf noch höhere, mit Schnee bedeckte Berggipfel.

Warum die Inkas an so einem Ort eine Stadt gegründet haben, ist den Forschern ein Rätsel. "Vielleicht wegen der nah gelegenen Silberminen, vielleicht waren sie aber auch wegen des Ausblicks hier", sagt der britische Expeditionsleiter Peter Frost: "Die Inkas scheinen hier die Sonne beobachtet zu haben, um ihren Kalender zu führen."

In der etwa 35 Kilometer südwestlich vom Berg Machu Picchu gelegenen Siedlung fanden die Forscher Straßen, Friedhöfe, Vorratsspeicher und etwa hundert verlassene Wohnhäuser. Die Ruinen und die entdeckten Keramiken zeugen von einer langen Geschichte des Ortes: Sie scheint nicht nur die letzte Stadt der Inkas gewesen zu sein, sondern auch eine ihrer ersten, erklären die Forscher.

Ganz verlassen ist die Siedlung auch heute noch nicht: Zwei indianische Familien fanden die Wissenschaftler, die dort zwischen den Ruinen ihrer Vorfahren leben.
ddp/bdw - Andreas Wawrzinek


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