Altsächsische Skelette bei Straßenbauarbeiten in England gefunden

Die sterblichen Überreste von 19 Siedlern, vermutlich aus vorchristlicher Zeit, wurden beim Bau einer Umgehungsstraße in Südengland gefunden. Das zuständige Straßenbauamt hat die Arbeiten auf der Strecke vorübergehend ausgesetzt.
Bei dem Fund handelt es sich um 19 Skelette, darunter auch Kinder. Ausgrabungsleiter Rob Masefield und seine Kollegen nehmen an, dass es sich um sächsische Siedler aus vorchristlicher Zeit handelt, da sie als Grabbeigaben Dolche und Halsketten fanden, die heidnischen Ursprungs sind. Das wichtigste Indiz für die Datierung sei aber, dass alle Toten mit dem Kopf nach Norden begraben wurden. Die 19 Personen könnten wegen ihres unterschiedlichen Alters und auch wegen der Kinderskelette zu zwei Generationen einer Familie gehört haben.

Um 450 n. Chr. kamen die Angeln und die Sachsen aus dem heutigen Holstein auf die britische Insel. Sie brachten ihre Sprache mit und gaben der Insel ihren Namen. Um 600 n. Chr. wurden sie christianisiert. Die gefundenen Skelette müssten daher aus der Frühzeit angelsächsischer Besiedlung stammen.
Doris Marszk


Reload-Capcha neu laden Text der identifiziert werden soll

Bitte geben Sie zusätzlich noch den Sicherheitscode ein!

Rubriken

 


Harte Nuss
Rätsel: Berühmte Entdecker gesucht

 

Der Buchtipp

Eine kurzweilige Führung durch den Bienenstock mit einer erhellenden Dosis Wissenschaft – das bietet das Buch "Die Honigfabrik" von Jürgen Tautz.

Zu allen Buchtipps


Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der Konradin Mediengruppe