Antike Berichte über den Trojanischen Krieg bestätigt

Der amerikanische Geologe John Kraft bestätigt antike Berichte über die Belagerung der Stadt Troja durch die Griechen. So schilderte der griechische Geograph Strabo, dass seine Landsleute vor dem Angriff in den Hafen gesegelt waren und ihre Boote an das leicht ansteigende Ufer gezogen hatten. Die Griechen sollen dabei 20 Staden ? rund vier Kilometer ? von Troja entfernt angelegt haben. Geologische Nachforschungen untermauern nun diese Darstellung der Ereignisse, wie das Wissenschaftsmagazin "New Scientist" berichtet.
Die prähistorische Stadt Troja befand sich auf der Spitze eines Hügels in der Nähe eines geschützten Hafens, der nun versandet ist. Zu Beginn des Krieges aber habe er zehn Kilometer ins Landesinnere gereicht, fand Kraft von der Universität Delaware anhand geologischer Datierungen. Troja hat demnach an dieser Bucht rund vier Kilometer von der Spitze des natürlichen Hafens entfernt gelegen, wo die Griechen an Land gegangen waren.

Troja war damals eine blühende Handelsmetropole. Bevor Reisende die tückische Fahrt vom Ägäischen Meer durch die Dardanellen ins Schwarze Meer antraten, nutzten sie den Hafen, um Vorräte zu erhalten.

Nach Homers "Ilias" war der Anlass des Trojanische Krieges die Entführung der schönen Helena durch den trojanischen Königssohn Paris. In Wirklichkeit entbrannte vor 3250 Jahren ein Handelskrieg zwischen den Griechen und den Einwohnern des Landstrichs Troas, dessen Zentrum Troja war. Der Sage nach überlisteten die Griecher die Trojaner durch das sogenannte Trojanische Pferd. Auf den Rat des Odysseus bauten sie ein hölzernes Pferd, in dem sich die tapfersten Soldaten versteckten. Die Trojaner hielten das Pferd für ein Weihgeschenk und holten es in die Stadt.

ddp/bdw - Heike Heinrichs


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