Ältester Unterwasserfund: Steinzeitäxte im Meeresboden vor Kapstadt entdeckt

Ein südafrikanischer Unterwasserarchäologe und zwei weitere Taucher haben in der Meeresbucht "Table Bay" vor Kapstadt drei Äxte aus der Steinzeit ausgegraben. Dabei handelt es sich um die ältesten Artefakt, die je unter Wasser gefunden wurden, berichtet die südafrikanische Zeitung Cape Times.
Der Forscher machte den unerwarteten Fund, als er ein Wrack aus dem 17. Jahrhundert freilegte. Außer den üblichen Fundstücken wie kaputten Töpferwaren, Teelöffeln und Kanonenkugeln entdeckte Bruno Werz etwas tiefer im Meeresboden die Axt - wahrscheinlich dort, wo sie vor 300.000 bis 1,4 Millionen Jahren liegengeblieben ist. In der Nähe fand er außerdem die fossilen Knochen von Nashörnern und einen Nashornzahn.

"Zu der Zeit, als Steinzeitmenschen die Axt verloren haben, war der Meeresspiegel um Südafrika etwa 10 Meter niedriger als heute", sagt Werz. "Es gibt Hinweise, dass damals am Ort der Table Bay ein Fluss-Delta und ein fruchtbares Tal lagen, wo Büffel und Nashörner lebten." Mit der Axt hätten die frühen Menschen möglicherweise die Kadaver von toten Tieren zerlegt oder diese getötet, vermutet der Archäologe.

Neben dem Fundort der Axt haben Taucher noch zwei weitere Steinzeitäxte entdeckt. Eine ist immer noch sehr scharf, was darauf hindeutet, dass sie sehr schnell mit Sand zugedeckt wurde und noch an der selben Stelle lag, wo sie die Steinzeitmenschen liegengelassen haben.

Mehr zum Thema Steinzeitäxte finden Sie im bdw-Newsticker-Archiv.


Cornelia Pfaff


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