Urpferdchen aus dem Vulkan - Forschungsbohrung in Messel beendet

Die Grube Messel bei Darmstadt, in der zahlreiche versteinerte Tiere gefunden wurden, ist vulkanischen Ursprungs. Das hat die mehrmonatige Tiefenbohrung ergeben, die am Dienstag abgeschlossen wurde. Die Gesteinsproben belegen für Franz-Jürgen Harms vom Forschungsinstitut Senckenberg (Frankfurt/Main), dass vor 50 Millionen Jahren über 1000 Grad heiße Lava aus dem Erdinneren aufgestiegen ist. Bei der Berührung mit Grundwasser sei es zu einer Explosion gekommen. In dem Trichter habe sich später der See gebildet, in dessen Ablagerungen berühmte versteinerte Urpferdchen und viele weiteren Fossilien entdeckt wurden.

Die Bohrung habe die Annahme der seismischen Untersuchungen bestätigt, erläuterte Rüdiger Schulz von Institut für Geowissenschaftliche Gemeinschafstaufgaben in Hannover. In den kommenden Jahren werde der über 400 Meter lange Bohrkern genau untersucht. "Damit können wir auch Rückschlüsse ziehen auf die Klimaschwankungen vor 50 Millionen Jahren."

Die Entstehung der Grube durch ein vulkanisches Maar war von einigen Wissenschaftlern bezweifelt worden. Sie vermissten vulkanische Gesteinsbrocken in der Umgebung, wie sie etwa bei den Maaren in der Eifel zu finden sind. "Die Explosion war nicht so gewaltig", erklärte Harms. Der entstandene Trichter sei mit einem Durchmesser von 1,5 Kilometer und einer Tiefe von 300 Metern überschaubar.

dpa


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