Ägyptische Arbeiter haben Mumifizierung erfunden

Nach dem Tode mumifiziert zu werden war im alten Ägypten kein Vorrecht von Pharaonen. Im Gegenteil: Es waren einfache Menschen, die die ersten Mumifizierungen vorgenommen haben und dies zudem früher als viele Wissenschaftler glauben. Diese Thesen vertritt eine australische Doktorandin der Macquarie University in Sydney.
Jedes Ägyptologie-Lehrbuch nennt als Beginn der Mumifizierung das Alte Reich um 2600 v. Chr., sagt Jana Jones gegenüber dem australischen Nachrichtendienst "ABC-Net". Sie konnte durch Analysen des Einwickel-Leinens aus der altägyptischen Grabkammer eines frühen Königs nachweisen, dass die Mumifizierung von ägyptischen Königen aber schon um etwa 3000 v. Chr. begonnen haben muss.

Sie untersuchte mit Hilfe eines Mikroskops mehr als 100 Stofffetzen. "Zu meiner Überraschung stellte ich fest, dass es sich um bis zu 100 Schichten von Leinen verschiedener Qualität handelte, die stark mit Harz getränkt waren, was mit späteren Mumifizierungspraktiken übereinstimmt." Außerdem wurden die Leinentücher in einer bestimmten Reihenfolge um den Körper gewickelt: Die feineren befanden sich enganliegend am Körper, während das gröbere Leinen die Außenschicht bildete.

Noch älter als das Königsgrab um 3000 v. Chr. war ein Fund von einem Friedhof altägyptischer Arbeiter in Hierakonpolis, das in Oberägypten südlich von Theben lag. Drei Frauenleichname, die 3600 v. Chr. gestorben sind, wiesen an Armen und Köpfen noch Leinenfetzen auf. Das Leinen war genauso mit Harz getränkt und wurde ebenso gewickelt wie später bei den Pharaonen.
Joris Maling


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