Größte Siedlung der Taino auf Kuba entdeckt

Über 1.000 Artefakte einer Taino-Siedlung konnte ein Team kubanischer und kanadischer Archäologen in Los Buchillones, etwa 460 Kilometer östlich von Havanna, bergen. Die Forscher gehen davon aus, dass es sich um die größte Siedlung dieser sehr fortschrittlichen indigenen Gruppe auf Kuba handelt, berichtet die Nachrichtenagentur Inter-Press-Service.
Waren die Wissenschaftler bislang davon überzeugt, dass die Taino ausschließlich in der Provinz Guantanamo siedelten, so beweisen die neuen Funde aus Los Buchillones in der Provinz Ciego de Avila das Gegenteil. Neben einem Häuptlingsstab, zahlreichen Keramikscherben, sehr gut erhaltenen Häusern und einem kleinen zeremoniellen Holzstuhl entdeckten die Archäologen auch eine hölzerne blütenblättrige Axt. "Dies ist die erste Axt dieser Art auf den Antillen überhaupt. Sie könnte bei Zeremonien eingesetzt worden sein", meint Jorge Calvera, ein Wissenschaftler des Cuba?s Ministry of Science, Technology and the Environment.

Untersuchungen der Funde zeigten, dass die Taino ganze 400 Jahre in diesem Gebiet siedelten, nämlich im Zeitraum von 1220 bis 1620. Als Christopher Columbus 1492 ankam, waren die Taino die fortschrittlichste indigene Gruppe Kubas. Sie waren nicht nur Töpfer und Ackerbauern, sondern auch hervorragende Seeleute.
Birgit Kahler


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