Steinwerkzeuge der australischen Ureinwohner geben Aufschluss über jahrtausendealte Handelsnetze

18.000 alte Steinwerkzeuge entdeckten Archäologen in Camooweal in Nordwest-Queensland. Eingehende Untersuchungen sollen Aufschluss über die frühe Steinwerkzeug-Technologie der australischen Ureinwohner und deren Verbreitung bringen, so Mark Moore vom ARCHEO Cultural Heritage Service.
Der Fundort Camooweal liegt 180 Kilometer nordwestlich des Berges Isa, einem jahrtausendealten Bergbauzentrum. Archäologen fanden bereits heraus, dass von diesem Zentrum aus ein großes Handelsnetz organisiert wurde. Die Leute der Kalkadoon, die am Berg Isa lebten, machten regelmäßig mit ihren Nachbarn Geschäfte. Mit den Völkern der Workia und Yaroinga in Camooweal, Headingly und Lake Nash tauschten sie ihre Steinäxte gegen Mahlsteine, roten Ocker, Bumerange, Speere und Schilde.

Im Süden verkauften sie dem Volk der Pitta-Pitta und ihren Verbündeten Axtköpfe gegen Fischernetze und die Pituri-Pflanze, die für ihre narkotisierende Wirkung bekannt ist. Letztendlich konnten die Archäologen eine Verbreitung der Äxte über große Teile Zentralaustraliens nachweisen. Wenngleich der Steinwerkzeug-Fund aus Camooweal weder der größte noch der älteste ist, so glaubt Moore dennoch, dass die Werkzeuge viele noch offene Fragen der Herstellungstechnik beantworten können.

Es steht bereits fest, dass die Ureinwohner genau über die geologische Beschaffenheit der Gegend Bescheid wussten, da sie ausschließlich schweres und dichtes Basaltgestein für ihre Steinwerkzeuge auswählten. Auch kann bereits eine strenge Arbeitsteilung beobachtet werden. Die Männer brachten die Steine in ihre Form, die Frauen waren fürs Schleifen und Polieren zuständig, während wieder andere für Essen sorgten.

Weitere Informationen zu den alten Bergarbeitern finden Sie hier.
Birgit Kahler


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