Ruinenfund in Turkmenistan: Neu entdeckte Zivilisation in Zentralasien benutzte Schriftzeichen

Auf eine bislang unbekannte Zivilisation in Zentralasien sind amerikanische und russische Wissenschaftler nahe der Stadt Annau in Turkmenistan gestoßen. Die Menschen verfügten damals schon über eine Schriftsprache oder hatten zumindest geschriebene Zeichen entwickelt. Das glaubt Frederik T. Hiebert von der Universität von Pennsylvania, der bei den Ausgrabungen einen Stein mit rot gefärbten Symbolen entdeckt hat. Über den Fund berichtete jetzt die New York Times.
Der Stein wird auf rund 2300 vor Christus datiert. Möglicherweise war er als Siegelstein für Handels-Gegenstände oder als Signum eines Eigentümers gedacht.

Von anderen Schriftzeugnissen der gleichen Zeit, etwa aus Mesopotamien oder dem Iran, unterscheiden sich die Symbole auf dem Stein deutlich. Noch streiten sich die Wissenschaftler allerdings, ob die vier oder fünf roten Zeichen tatsächlich als Beweis für eine bisher unbekannte Schrift ausreichen.

Vor Jahrzehnten begannen sowjetische Experten mit Ausgrabungen in diesem Gebiet, das heute zu Turkmenistan und Usbekistan gehört. Bisher war bekannt, das die Menschen dort riesige Lehmziegel-Bauten errichtetet hatten, ihre Felder bewässerten, sowie Viehwirtschaft und Juwelenhandel betrieben.

Bettina Hellenkamp


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