Hohe Sonnenaktivität ist für jahrhundertelange Dürren verantwortlich

Bodenuntersuchungen von Seen auf der Yukatan-Halbinsel in Mexiko zeigen, dass sich regelmäßig 208 Jahre lange Dürreperioden wiederholen. Außerdem können die Forscher für einen Zeitraum von 206 Jahren eine niedrige Atomproduktion nachweisen, die auf eine hohe Sonnenaktivität zurückzuführen ist. Aus dieser zeitlichen Übereinstimmung schließen die Forscher, dass die Kraft der Sonne die periodischen Dürren in Mexiko bestimmt, die auch dem Maya-Reich den Garaus machte, so das Magazin Science. (Ausgabe 292, Seiten 1367 bis 1370)
Um die Klimageschichte Yukatans der letzten 2.600 Jahre zu rekonstruieren, untersuchten David A. Hodell, Mark Brenner und Jason H. Curtis vom Department of Geological Science an der University of Florida zusammen mit Thomas Guilderson vom Center for Accelerator Mass Spectronomy in Livermore Bodenproben des Chichancanab-Sees. Sie verglichen die Verdunstungs- und Niederschlagsverhältnisse der Proben und stellten fest, dass regelmäßig 208 Jahre dauernde Dürreperioden auftauchten. Einen 206-Jahreszyklus, in dem die Atomproduktion von Kohlenstoff-14 und 10-Berillium umso geringer ausfiel, je höher die Aktivität der Sonne war, kannten sie bereits. Die Forscher schlossen daraus, dass jede Dürreperiode mit hoher Sonnenaktivität und geringer Atomproduktion einhergeht.

Die trockenste Periode erkannten die Forscher im mittleren bis späten Holozän in den Jahren 800 bis 1000 nach Christus. Genau zu dieser Zeit, im 9. Jahrhundert nach Christus, brach das Maya-Reich zusammen. Die Niederschlagsschwankungen waren offensichtlich zu hoch. Diese Dürreperiode lässt sich auch in anderen Gebieten, wie zum Beispiel in Südamerika, der Karibik und der Sahelzone nachweisen. Zusätzlich zu den stärksten, 208 Jahre dauernden Dürreperioden, gab es aber auch 810, 100, 50 und 39 Jahre lange Trockenzeiten.
Birgit Kahler


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