Piratenschiff soll mögliche Lage anderer Seefunde verraten

Vor 300 Jahren sank das Piratenschiff von "Blackbeard" vor der Küste North Carolinas mitsamt seiner Ladung. Wie sich das Schiff über die Jahrhunderte verändert hat und welche Rolle dabei Wetter und Meer spielten, haben Wissenschaftler der University of North Carolina mit einer ganzen Reihe hochmoderner Geräte untersucht.
Den Wissenschaftlern geht es darum ein Modell aufzustellen, mit dessen Hilfe man in Zukunft die Lage von Kulturgütern und langfristig auch deren Schicksal in seichten Küstengewässern vorhersagen kann. Um dieses Modell zu realisieren, vermessen die Forscher mit modernstem Gerät - darunter unter anderem ein Elektromagnetischer Strömungsmesser und ein Sonarscanner - das Schiffswrack und auch die Strömungen um das Wrack herum.

Die hochauflösenden Karten lassen winzige Veränderungen auf dem Meeresboden erkennen und zeigen auch, wie sehr der Boden um das Wrack während eines Sturmes abgescheuert wird. "Wir können auch lange ruhige Phasen studieren und sehen, wie das Wrack langsam unter Sedimenten begraben wird", so McNinch Assistenzprofessor für Physik am Virginia Institute of Marine Science.

Auch Untersuchungen am Wrack selbst führen die Forscher durch. Sie begannen mit der Radiokarbondatierung von Holz und verschiedenen organischen Überresten des Schiffs. Mit Hilfe eines Masse-Beschleunigungs-Spektrometers und der Baumringdatierung soll auch das Alter der Bäume ermittelt werden, die zum Schiffsbau verwendet wurden. Bislang gehen sie von einem Alter von 380 bis 300 Jahren aus.
Birgit Kahler


Reload-Capcha neu laden Text der identifiziert werden soll

Bitte geben Sie zusätzlich noch den Sicherheitscode ein!

Rubriken

 


Harte Nuss
Rätsel: Berühmte Entdecker gesucht

 

Der Buchtipp

Eine kurzweilige Führung durch den Bienenstock mit einer erhellenden Dosis Wissenschaft – das bietet das Buch "Die Honigfabrik" von Jürgen Tautz.

Zu allen Buchtipps


Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der Konradin Mediengruppe