Elf Goldmumien aus griechisch-römischer Zeit in Ägypten entdeckt

Elf neu entdeckte Mumien aus der Bahariya Oase in Westägypten tragen alle goldene Masken über ihren realistisch gearbeiteten Gesichtern. Dies berichtete Zahi Hawass, Direktor der Gizeh Pyramiden, gegenüber National Geographic Online. Die Goldmumien zeigen deutlich griechisch-römischen Einfluss auf die ägyptische Kultur während der Zeit von 332 vor bis 395 nach Christus.
Bereits seit 1996 konnte Hawass mit seinem Team in der Oase von Bahariya, 480 Kilometer südwestlich von Kairo, über 200 Mumien freilegen. Die elf neuen sind jedoch mit ihren goldenen Masken und den realistischen Gesichtszügen bislang einzigartig.

Die Mumien zeigen deutlich eine Mischung aus ägyptischem und griechisch-römischem Kulturgut, so Hawass. Sie sind zwar noch in traditioneller ägyptischer Weise mumifiziert, doch in der Bestattung selbst weichen sie von der ägyptischen Tradition ab. Etwa 40 Mumien sind in einem einzigen Grab bestattet, wobei die typische Ausrichtung nach Osten fehlt. Viele der Mumien halten eine Münze in der Hand, um den Fährmann zur Unterwelt bezahlen zu können - eine griechisch-römische Tradition.

Die Oase Bahariya war während ihrer Glanzzeit ein großes Handelszentrum, das sich auf den Export von süßem Wein spezialisiert hatte. Außerdem lag sie an einem verteidigungsstrategisch wichtigen Ort an der Westgrenze Ägyptens. Hawass glaubt hier noch bis zu 10.000 Mumien finden zu können.

Weitere Informationen zu den Grabungen in der Bahariya Oase: Goldmumien, Grabungsgeschichte
Birgit Kahler


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