Menschenopfer im alten China

Archäologen entdecken Grab eines hochrangigen Offiziers
In einem dreitausend Jahre alten Höhlengrab eines hochrangigen Offiziers der Shang-Dynastie haben Archäologen Reste von fünfzehn geopferten Menschen und ebenso vielen Hunden gefunden. Wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, war das Grab in den berühmten Yin-Ruinen noch nicht von Räubern ausgeplündert worden und ist deshalb von besonderem Wert für die Archäologen.

Das Grab misst rund fünf mal drei Meter und enthält mehrere rot bemalte und mit Drachenmustern verzierte Särge. Neben den Überresten der geopferten Menschen und Hunde fanden die Archäologen über 570 Gegenstände aus Bronze und Jade, unter anderem ein handgefertigtes Bronzeinstrument und ein Schild, wie es bislang für die Yin-Ruinen unbekannt war.

Eindeutige Hinweise darauf, dass es sich um das Grab eines hochrangigen Offiziers eines Herrschers der Shang-Dynastie (1600 bis 1046 vor Christus) handelt, gaben sieben "Yue" genannte Äxte, die in dieser Zeit hochrangige Militärführer auszeichneten. Zudem waren auf den Bronzegegenständen Inschriften angebracht, wie es nur für hochrangige Persönlichkeiten typisch ist.

Die Stadt Yin in der Provinz Henan war 273 Jahre lang Hauptstadt der Shang-Dynastie.

Birgit Kahler


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