Archäologen graben eine der größten amerikanischen Whiskybrennereien des 18. Jahrhunderts aus. Besitzer: George Washington


George Washington (1732-1799) war der erste Präsident der USA, Feldherr, Gründervater, Landvermesser und cleverer Geschäftsmann. Eine Leidenschaft, der er sich in den letzten zwei Jahren seines Lebens verschrieben hatte, ist dagegen weniger bekannt. Er betrieb eine der größten Whiskybrennereien der Nation. Archäologen legen derzeit die Grundmauern der Destillerie frei, die Washington im Jahre 1797 in Mount Vernon drei Kilometer von seinem Wohnsitz errichten ließ.

Sein schottischer Gutsverwalter James Anderson regte George Washington zu diesem Projekt an und die entstandene Whiskybrennerei wurde mit 11.000 Gallonen (mehr als 46.000 Liter) Mais- und Roggenschnaps und einem jährlichen Umsatz von 7.500 Dollar zum profitabelsten seiner Unternehmen. Die für damalige Verhältnisse außerordentlich große Brennerei belieferte prominente Familien und auch die Farmer der Umgebung. Whiskytrinken war schon in den 13 Kolonien eine verbreitete Tradition und Schlückchenstuben (Dram Shops) und Tavernen gehörten zu den ältesten Geschäftszweigen des Landes. Tägliche Whiskypausen um 11 und um 16 Uhr waren beliebt.

Für Historiker, die sich neben Washingtons Verdiensten als Befehlshaber und Politiker auch mit seinen Leistungen als Landwirt und Unternehmer befassen, ist besonders interessant, wie akribisch genau und sparsam Washington seine Besitztümer führte und welch lückenlose Verwaltungsunterlagen er hinterließ.

Marion Herzog


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