Untergang vieler Hochkulturen auf plötzliche Klimaveränderungen zurückzuführen?

Nicht politische, wirtschaftliche, militärische oder epidemiologische Faktoren führten zum Niedergang so mancher alter Hochkultur, sondern plötzliche drastische Klimaveränderungen, so das Fazit vieler Erd- und Weltraumwissenschaftlern auf der Konferenz der American Geophysical Union.

Gerade weil unsere industriellen Aktivitäten möglicherweise einen Klimawandel bewirken, sollte sich die heutige Gesellschaft zum Beispiel auf das Schicksal der Maya besinnen. Ihre Kultur dominierte große Teile Zentralamerikas, bis sie zwischen 800 und 900 nach Christus plötzlich wie vom Erdboden verschluckt war, so der Anthropologe Richardson B. Gill aus San Antonio, Texas. In seinem neuen Buch "The Great Maya Droughts" versucht Gill zu zeigen, dass der Niedergang dieser Gesellschaft auf einen Klimawandel zu dieser Zeit zurückzuführen ist. Gill geht davon aus, dass viele vergangene Kulturen nicht untergingen, weil sie etwas falsch gemacht haben, sondern wegen Naturkatastrophen.

Klimawandel wird in der Archäologie zunehmend als Hauptstressfaktor prähistorischer Kulturen angesehen, so auch der Paläoökologe Mark Brenner von der University of Florida. Brenner hat den Einfluss des Klimas auf die Maya und Yucatan Kulturen erforscht. (San Francisco Chronicle)

Birgit Stöcklhuber


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