Hobbyarchäologe fand 1100 Jahre alte Indianische Felszeichnungen in Wisconsin

Ein Hobbyarchäologe fand in Wisconsin mehr als 1000 Jahre alte Kohlezeichnungen. Die Entdeckung verdoppelt die bislang bekannte Anzahl von Felszeichnungen und Felsritzungen der frühen Indianer in Wisconsin. Mit Hilfe einer Radiocarbon-Datierung stellten die Wissenschaftler fest, dass die Zeichnungen um 900 nach Christus angefertigt wurden.

Damit konnte man erstmals Felskunst in Wisconsin eindeutig datieren. Auch für andere Felszeichnungen besteht nun Hoffnung, dass sie im Vergleich mit diesen festdatierten Zeichnungen zeitlich eingeordnet werden können

Dan Arnold entdeckte die Höhle bereits 1998. Doch zunächst behielt er dieses Geheimnis für sich, um Gelegenheit zu geben, die Funde zu dokumentieren und eine Umzäunung um die Höhle zu errichten. Ernie Boszhardt, ein Archäologe des Mississippi Valley Archaeology Center, war begeistert von den Zeichnungen. Zusätzlich zu über 100 Zeichnungen fand er Überreste von Mokkasins und Pinseln aus Birkenrinde.

Beides gehörte möglicherweise den Künstlern, von denen die Forscher annehmen, dass sie die Vorfahren des heutigen Ho-Chunk Indianerstammes sind. Der Archäologe Robert Birmingham ist fest davon überzeugt, dass die Höhle für Rituale genutzt wurde: "Das sind keine einfachen Zeichnungen, die lediglich zur Verschönerung dienten."

Dargestellt sind auf den Höhlenwänden unter anderem Jagdszenen: Mit Pfeil und Bogen bewaffnete Jäger hinter ihren Beutetieren, trächtige Rehe und Donnervögel. (Associated Press)
BiS


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