2.000 Jahre altes Freudenhaus mit Fresken nahe Pompeii entdeckt

Wiederverwendung als Bauschutt für Autobahn Neapel ? Serrano
Mit Fresken geschmückte Wandhallen, Thermen und Lustgärten, so präsentiert sich das 'Lupanari' (Freudenhaus) der reichen Kaufleute, die in Pompeii um die Zeitenwende Handel trieben. Der luxuriös ausgestattete Gebäudekomplex in unmittelbarer Nähe zur Stadt Pompeii lässt vermuten, dass der Wohlstand Pompeiis zu dieser Zeit auf seinem Höhepunkt war, meint Ausgräber Salvatore Nappo. Die Fresken stammen allesamt aus der letzten Phase vor Ausbruch des Vesuv, der im Jahr 79 nach Christus Pompeii und die umliegende Gegend unter einem Ascheregen metertief versinken ließ.

Die Fresken zeigen unter anderem eines der besterhaltenen Portraits von Kalliope (die Schönstimmige), der Muse der epischen Dichtung und Mutter des Orpheus und Linos. Auch Erato, Muse der Liebesdichtung und Urania, Muse der Astronomie sind abgebildet.

Bereits 1959 hatten Archäologen die Anlage entdeckt, doch verhinderte damals der Streit mit der Straßenbaubehörde die genaue Erforschung. 1999 beschloss die Behörde die Autobahn auszubauen und die Archäologen durften nocheinmal ihr Glück versuchen. Besichtigen wird man das Luxushotel allerdings nicht können, da die Autobahn Neapel ? Serrano über eben jene Stelle gebaut wird. Dennoch bergen die Archäologen alle Kunstschätze, restaurieren sie und stellen sie dann in einem Museum aus.

The Associated Press
Birgit Stöcklhuber


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