Archäologe hat sensationelle Funde vorgetäuscht.

Geheime Aufnahmen beenden Karriere eines renommierten Wissenschaftlers
Die Arbeit eines der führenden archäologischen Forschungsinstitute Japans wird derzeit von einem Skandal überschattet. Eine Zeitung veröffentlichte Bilder, auf denen der Vize-Präsident beim Vergraben von Steinwerkzeugen zu sehen ist. Kurze Zeit später war er bei den Ausgrabungen an jener Stelle beteiligt und verkündete den sensationellen Fund der rund 600.000 Jahre alten Stücke.

Shinichi Fujimura vom Tohoku Paleolithic Institute gestand die Manipulation im Rahmen einer Pressekonferenz. Die Fundstelle liegt in der Miyagi-Provinz, rund 300 Kilometer nordöstlich von Tokio. Als die Forscher ihren "Fund" am 23. Oktober der Öffentlichkeit vorstellten, löste er internationale Begeisterung aus. Die 65, von Menschenhand bearbeiteten Steine hätten weltweit zu den ältesten Zeugen menschlicher Siedlungen gehört.

Die Zeitung berichtete, dass sie mit der Veröffentlichung der Bilder solange gewartet habe, um Fujimura zuvor davon in Kenntnis zu setzen. Warum er dies tat ist indes unklar. Fujimura war anerkannter Archäologe und hat in der Vergangenheit zahlreiche wertvolle Funde gemacht. Darunter auch 61 jener Steine, die er vor laufenden Kameras erneut vergrub.
Joachim Schüring


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