Archäologie: Sieben Geheimnisse im Blick

Die Rongorongo-Schrift der Osterinsel-Kultur ist bisher nicht entziffert. (Lonely Plante/Getty Images)

Versteckte Grabkammern, unverstandene Schriften, untergegangene Kulturen...: Die Archäologie hat spannende Rätsel-Fälle zu bieten. In der November-Ausgabe rückt bild der wissenschaft sieben besonders reizvolle Geheimnisse in den Fokus. Detailliert berichten die Autoren, wie ihnen Forscher mit Schaufel, Sensoren und Scharfsinn auf der Spur sind. Drei stellen wir Ihnen vorab vor.

Versteckte Grabkammern

Der Ägyptologe Nicholas Reeves von der University of Arizona vermutet im berühmten Grab von Tutanchamun noch zwei bisher unentdeckte Kammern. In einer könnte ihm zufolge die Königin Nofretete bestattet worden sein. Reeves stützt seine These auf Ergebnisse von 3D-Laserscans sowie weitere Hinweise. Die spektakulären Vermutungen gelten allerdings als umstritten. Auch wenn sie sich nun als unwahr herausstellen sollten, bleibt die Frage: Wo wurde die geheimnisumwitterte und mächtige Gemahlin des "Ketzer-Pharao" Echnaton begraben?

Gruselige Funde

Wer waren die Toten von Herxheim? In der malerischen Südpfalz haben Forscher massenhaft Knochen und Artefakte entdeckt, die zwischen 5000 und 4950 v.Chr. vergraben worden waren. Die menschlichen Überreste weisen Anzeichen von kannibalischen Riten auf  - die Opfer waren offenbar sorgfältig ausgeschlachtet worden. Darüber, wer sie waren und warum man sie auf diese Weise behandelt hat, können die Archäologen nur spekulieren. Möglicherweise handelte es sich um bizarre Opferrituale im Zusammenhang mit dem Untergang der damaligen Linearbandkeramik-Kultur.

Der antike Computer

Ein Haufen Zahnräder – vor über 2000 Jahren formten sie eine geheimnisvolle Apparatur: Wozu diente der Mechanismus, dessen Überreste auf dem Meeresgrund vor der griechischen Insel Antikythera schlummerten? Diese Frage bereitet Forschern schon lange Kopfzerbrechen. In den letzten Jahren sind nun durch weitere Funde und Untersuchungen neue Hinweise dazugekommen: Es zeichnet sich ab, dass es sich um einen raffinierten Mechanismus zur Berechnung von astronomischen Bewegungen sowie zur Bestimmung von Festtagen gehandelt hat. Klar wird in jedem Fall: Die astronomischen sowie mechanischen Kenntnisse der alten Griechen waren erstaunlich.

Wo stoßen Archäologen noch an ihre Grenzen: Auf dem Meeresgrund vor der Insel Antikythera fanden sich die Fragmente eines 2000 Jahre alten Mechanismus. Wie funktionierte er?
Noch immer bereiten unentzifferte Schriften den Philologen Kopfzerbrechen. Könnten Supercomputer helfen, dem Sinn alter Schriften auf die Spur zu kommen?
Und warum verschwand die Osterinsel-Kultur?
Ein weiteres Rätsel führt in die arktischen Gefilde Nordamerikas. Waren die Wikinger die ersten europäischen Ankömmlinge - und wie weit stießen sie in die neue Welt vor?
Außerdem führt ein rätselhafter Fund nach Nordgriechenland: Bei Amphipolis gruben Archäologen den größten Grabhügel des Landes aus - und stießen auf ein unterirdisches Grab. Es stammt aus der Zeit Alexanders des Großen. Wer lag in der gigantischen Gruft begraben? Ein enger Vertrauter des berühmten Makedonenkönigs?

Die detaillierten Artikel zu den sieben Rätsel-Fällen der Archäologie finden Sie in der November-Ausgabe von bild der wissenschaft, die ab dem 18. November im Handel erhältlich ist.

 

  
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