Archäologie

Die Pest kam schon in der Steinzeit nach Europa

Die Pest kam schon in der Steinzeit nach Europa

Schon vor 4800 Jahren waren Menschen in Europa mit der Pest infiziert, wie Genanalysen jetzt belegen. Wahrscheinlich wurde der Erreger damals mit einwandernden Steppennomaden aus Asien eingeschleppt.

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Eiszeitliche

Eiszeitliche "Venus" in Sachsen-Anhalt entdeckt

Die "Venus vom Hohle Fels" hat Zuwachs bekommen: In Sachsen-Anhalt entdeckten Archäologen die Fragmente einer 34.000 Jahre alten Frauenfigur, die damit zu den ältesten bekannten Darstellungen des Menschen gehört.

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Rekord-alte Zeugnisse der Weinherstellung

Rekord-alte Zeugnisse der Weinherstellung

Vor Jahrtausenden enthielten diese Gefäße Wein: Forscher haben Keramikfunde aus Georgien als die nun ältesten bekannten Zeugnisse der Weinherstellung identifiziert.

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Kelten in Anatolien

Die vom Apostel Paulus bekehrter Galater waren tatsächlich Kelten, die aus Europa nach Anatolien eingewandert waren. Forscher der Universität Oxford haben dafür zusammen mit Kollegen nun erstmals auch archäologische Befunde vorgelegt. In Gordion, das etwa hundert Kilometer südwestlich von Ankara liegt, fanden die Forscher zahlreiche Hinweise auf Menschenopfer für einen Kult, wie es ihn ansonsten nur bei den Kelten in Europa gab. Zu den Funden gehört neben strangulierten und enthaupteten Menschen auch eine mutmaßliche Familie aus einem etwa vierzig Jahre altem Mann, seiner 35 Jahre alten Frau und ihrem Kind. Manche Opfer wurden von den Kelten offenbar gekocht und aufgegessen, berichtet das Magazin "Archaeology".

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Phönizisches Ur-Alphabet hat sich schneller verbreitet als gedacht

Das phönizische Alphabet hat sich etwas früher im antiken Mittelmeerraum verbreitet als bisher angenommen. Die Phönizier waren die ersten, die für ihre Schrift durchgängig Buchstaben verwendeten.

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Scherbe aus 13. Jahrhundert ist Mosaikstück für Stadtgeschichte

Als archäologischer Glücksfall hat sich der Fund einer Keramikscherbe aus dem 13. Jahrhundert nahe der Münchner Frauenkirche erwiesen. Bei Ausgrabungen konnte erstmals eine ganze Wohnparzelle im Herzen der Stadt freigelegt werden, sagte Timm Weski vom Landesamt für Denkmalpflege am Montag in München. Archäologen legten in der Altstadt auf einer Fläche von rund 200 Quadratmetern mehrere Mauerzüge, einen Keller, eine Treppe, Holzpfeiler und vier Latrinen aus verschiedenen Epochen frei. Es sei erst mit Hilfe der Scherbe möglich gewesen, die Reste der Holzbebauung dem 13. Jahrhundert zuzuordnen.

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Altsächsische Skelette bei Straßenbauarbeiten in England gefunden

Die sterblichen Überreste von 19 Siedlern, vermutlich aus vorchristlicher Zeit, wurden beim Bau einer Umgehungsstraße in Südengland gefunden. Das zuständige Straßenbauamt hat die Arbeiten auf der Strecke vorübergehend ausgesetzt.

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Russen stellten schon im 16. Jahrhundert Lederschuhe gegen Plattfüße her

Alte Bilder oder Holzschnitte zeigen die Russen gern in bestickten Kitteln und mit Bastschuhen. Doch die Realität sah nach neuen Funden anders aus: Archäologen haben bei Ausgrabungen in Moskau Tausende von Lederschuhen zusammengetragen. Dmitrij Osipov vom Museum für Archäologie in Moskau hat dieses Schuhwerk untersucht. Er behauptet, dass die Russen schon ab dem 16. Jahrhundert hochwertige Lederschuhe herzustellen konnten.

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Weisheiten aus Ras Schamra geben Einblick in die Lebensphilosophie vor 3.300 Jahren

Ras Schamra, das alte Ugarit, war bislang vor allem für das älteste vollständige Alphabet bekannt. Jetzt stellte John Khanjian von der Haigazian Universität dort die wenig beachteten, aber nicht minder interessanten akkadischen Weisheitstexte aus der Tontafelbibliothek aus Ugarit vor. Ähnlich den biblischen Sprichwörtern versuchen auch sie sich dem täglichen Leben philosophisch zu nähern. Das berichtet "The Daily Star".

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Forscherin: Bei den Mayas gab es keine rituellen Enthauptungen

Die Mayas waren zivilisierter als in den Geschichtsbüchern steht, behauptet eine Archäologin aus Osterreich. Zumindest die behaupteten Massen-Enthauptungen haben wahrscheinlich nie stattgefunden. Die zahlreichen Funde von kopflosen Skeletten, die als Beleg für die Enthauptungsthese dienen, können auch von den Bestattungspraktiken der Mayas herrühren, erklärt Estella Weiss-Krejci im Londoner Magazin "New Scientist". Dies lege ein Vergleich mit den mittelalterlichen Bestattungspraktiken europäischer Adliger nahe.

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Pompeji aus der Bronzezeit: Archäologen graben im Vulkanschlamm erstarrte Stadt aus

Italienische Archäologen haben in der Nähe von Neapel eine Stadt entdeckt, die wie Pompeji unter den Auswürfen vom Vesuv erstarrt ist. Die vor über 3.500 Jahren begrabene Stadt sei wahrscheinlich die am besten erhaltene Siedlung aus der Bronzezeit, meldet die britische Zeitung Daily Telegraph.

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Gräber der Eisenzeit geben Hinweise auf Beginn der Sesshaftigkeit

Wie die Menschen in der Frühgeschichte ihre Toten bestatteten, lässt Rückschlüsse auf ihr Siedlungsverhalten zu. Monumentale Grabstätten wie etwa große Urnenfelder zeugen von einer Nomadenkultur, während kleine unscheinbare Gräber auf eine beginnende Sesshaftigkeit schließen lassen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Archäologe von der Vrije Universiteit Amsterdam.

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