Ärzte-Ethikkommission für Stammzellen-Import

Die Zentrale Ethikkommission der Bundesärztekammer hat sich mehrheitlich für einen Import embryonaler Stammzellen ausgesprochen. Ebenso befürwortet die Kommission auch die Verwendung überschüssiger Embryonen aus künstlicher Befruchtung für die Stammzellenforschung, teilte der Vorsitzende, Professor Heinz Pichlmaier (Köln), am Mittwoch mit. Eine gezielte Herstellung von Embryonen zu Forschungszwecken lehnten die 16 Kommissionsmitglieder aus ethischen Gründen ab.
Die Forschung an Zellen von überschüssigen Embryonen sei dann ethisch vertretbar, wenn die Forschung mit adulten Stammzellen oder tierischen Zellen keine vergleichbaren Ergebnisse liefere. Die unabhängige Kommission warnte zugleich vor übertriebenen Hoffnungen auf rasche klinische Erfolge.

Eine Bundestagsentscheidung über den Import von Stammzellen ist für den 30. Januar vorgesehen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hatte daher am 7. Dezember ihre Entscheidung über den Antrag des Bonner Forschers Oliver Brüstle zum Import von Stammzellen bis 31. Januar zurückgestellt. Brüstle will embryonale Stammzellen aus Israel importieren und daraus Ersatzgewebe für erkrankte menschliche Gehirne züchten.

Der Import solcher Zellen zu Forschungszwecken ist in Deutschland nicht verboten, aber ethisch umstritten. Der Nationale Ethikrat will den Text seiner Empfehlung für einen befristeten Import kurz vor Weihnachten vorlegen. Anders als die Enquete-Kommission des Bundestages hat sich der Ethikrat für eine Stammzellenforschung unter strengsten Auflagen ausgesprochen.

dpa


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