Physikerin Johanna Stachel mit Lautenschläger-Preis ausgezeichnet

Die Physikerin Johanna Stachel hat am Samstag mit dem Lautenschläger-Preis der Universität Heidelberg eine der höchstdotierten Auszeichnungen Deutschlands erhalten. Die 1954 geborene Forscherin leistete Herausragendes in der Hochenergiekernphysik, sagte der Heidelberger Universitätsrektor Peter Hommelhoff. Der von dem Finanzmagnaten Manfred Lautenschläger gestiftete Preis ist mit 500 000 Mark dotiert und wurde zum ersten Mal verliehen.
Die Münchnerin Stachel ist eine der wenigen Frauen in der internationalen Physik und im Grenzgebiet von Kern- und Astrophysik tätig. Sie erforscht unter anderem das "Quark-Gluon-Plasma", das bei Kollisionen schwerer Kerne in Teilchenbeschleunigern erzeugt werden kann. Ähnliche Zustände spielten möglicherweise bei Supernova- Sternexplosionen und der Entstehung von Neutronensternen eine Rolle, teilte die Universität Heidelberg mit. Wie viele deutsche Kernphysiker war auch Johanna Stachel jahrelang in den USA tätig, wo sie an der renommierten Universität Stony Brook Professorin war. 1996 nahm sie den Ruf an die Universität Heidelberg an.

Der Lautenschläger-Preis soll künftig alle zwei Jahre vergeben werden - ausschließlich an Wissenschaftler der Universität Heidelberg. Der Stifter Manfred Lautenschläger - Mitgründer des Finanzdienstleisters MLP - will damit die Spitzenforschung im Rhein- Neckar-Dreieck fördern.
dpa


Reload-Capcha neu laden Text der identifiziert werden soll

Bitte geben Sie zusätzlich noch den Sicherheitscode ein!

Rubriken

 


Harte Nuss
Rätsel: Berühmte Entdecker gesucht

 

Der Buchtipp

Was kommt dabei heraus, wenn sich Alice nicht ins Wunderland verirrt, sondern in eine Vorlesung über Quantenphysik? Eine Reise als intellektueller und ästhetischer Genuss.

Zu allen Buchtipps


Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der Konradin Mediengruppe