Wie US-Wissenschaftler auf Georg W . Bushs Stammzellen-Entscheidung reagieren

Die betroffenen US-Wissenschaftler haben zur Stammzellen-Entscheidung von Präsident Bush Stellung bezogen. Einige haben laut New York Times ihrer Bestürzung Ausdruck verliehen, dass ihre Arbeit durch die Beschränkung auf die bestehenden 60 Zell-Linien behindert werde, andere zeigten sich froh über das Erreichte. Der Großteil der Forscher stimmt darin überein, dass es jetzt zu beweisen gelte, über welches Potenzial die Stammzellen-Forschung wirklich verfüge.
Zu den vorsichtigen Optimisten gehört Irving Weissman von der Standford University: "Wir sind jetzt besser dran als vorher. Obwohl wir nicht dort sind, wo wir sein müssten." Zu den Skeptikern zählt Ben Barnes, Experte für neurale Stammzellen an der Stanford University: "Es ist eine Schande. Andere Nationen werden durch diese Entscheidung deutliche Vorteile haben." Barnes ist überzeugt, dass es in der Folge zu einer Abwanderung qualifizierter Fachkräfte kommen wird. Als erstes Beispiel nennt er Roger Pedersen, der nach 30 Jahren an der University of California an die englische Cambridge University abgewandert ist.

Vorbehalte betreffen derzeit vor allem die Qualität der 60 sanktionierten Zell-Linien. Die meisten Wissenschaftler sind nur mit einigen vertraut, wie jenen der University of Wisconsin, der Johns Hopkins University und von israelischen und australischen Wissenschaftlern. Die von Lana R. Skirboll von den National Institutes of Health inventarisierten Zell-Linien müssen jetzt einer rigorosen Prüfung unterworfen werden.

Tests werden unter anderem feststellen, ob die Zellen von 60 Individuen stammen. Die Linien müssen über die Fähigkeit verfügen, verschiedene Arten erwachsener Zellen zu bilden. Sie müssen normale Chromosome haben und unter strengen Bedingungen kultiviert worden sein. Da laut New York Times ein Großteil der Zell-Linien diese Auflagen wahrscheinlich nicht erfüllt, werden die Forscher mit weniger auskommen müssen.

pte


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