Gesundheitsministerin will bundesweites Brustkrebs-Screening

Zur besseren Früherkennung von Brustkrebs will Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) flächendeckende Reihenuntersuchungen einführen.
Dies solle «so schnell wie möglich» umgesetzt werden, sagte Schmidt zum offiziellen Start eines Modellprojekts zum so genannten Mammographie-Screening am Donnerstag in Bremen. In der Hansestadt sollen in den kommenden Jahren etwa 70 000 Frauen im Alter zwischen 50 und 70 Jahren zur vorsorglichen Röntgenuntersuchung der Brust (Mammographie) eingeladen werden.

Bundesweit sterben derzeit jedes Jahr etwa 19 000 Frauen an Brustkrebs. Rund jede zehnte Frau in Deutschland erkrankt im Laufe ihres Lebens daran. Mit jährlich 46 000 neuen Fällen ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Ziel des Bremer Modellversuchs ist es, die Sterblichkeitsrate zu senken. Schmidt nannte die Niederlande als Vorbild. Dort sei nach der Einführung des flächendeckenden Screening-Programms vor zehn Jahren die Sterblichkeitsrate um 13 Prozent gesunken. «Auch wir werden dann deutlich weniger Todesfälle haben», betonte Schmidt.

Die Ministerin rief die Frauen dazu auf, auch andere Vorsorgeuntersuchungen zu nutzen. Während dies in den Niederlanden 70 bis 75 Prozent aller Frauen täten, seien es in Deutschland nur 30 bis 35 Prozent. Die jetzt in Bremen anlaufenden Reihenuntersuchungen sollen auch in Wiesbaden und demnächst im Weser-Ems-Gebiet beginnen.
dpa


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