Ministerin Schmidt: Aids ungeschminkt ins Auge blicken

Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hat dazu aufgefordert, "Aids ungeschminkt ins Auge zu blicken". Alle Länder seien aufgerufen, unabhängig von ihren kulturellen Wertvorstellungen Strategien gegen die Immunschwächekrankheit durchzusetzen, sagte die Ministerin am Mittwochmorgen zum Auftakt des 8. Deutschen Aids-Kongresses in Berlin. Der UN-Aids-Bericht zeige eine Besorgnis erregende Zunahme von Aids-Infektionen in osteuropäischen Staaten wie Russland und die Ukraine. In ganz Osteuropa habe sich die Zahl HIV- Infizierter von 1999 auf 2000 von 420 000 auf 700 000 erhöht. In Deutschland leben rund 37 000 Menschen mit HIV und Aids.
Die Bundesrepublik werden den UN-Fonds zur HIV-Vorbeugung und Aids-Behandlung in Entwicklungsländern unterstützen, kündigte Schmidt an. "Regierungen, die bisher keine gezielte Bekämpfungsstrategie hatten, sind jetzt gefordert, sie zu entwickeln", betonte die Ministerin. "Die globale Aids-Bekämpfung kann nur gelingen, wenn jedes Land sich offen zu seinen nationalen Problemen bekennt."

Schmidt sprach auf dem "Osteuropäischen Tag", der dem eigentlichen Aids-Kongress vorgeschaltet war. Zum Kongress werden 1.500 Fachärzte sowie Betroffene aus aller Welt in Berlin erwartet. Unter dem Motto "Vergessen ist ansteckend" wurde schon im Vorfeld des Kongresses eine Anzeigen- und Plakataktion gestartet. Gerade bei jungen homosexuellen Männern steige die Sorglosigkeit im Umgang mit dem Immunschwächevirus wieder an, hieß es.
dpa


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