DFG will über Verschiebung von Stammzellen-Beschluss entscheiden

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) will an diesem Dienstag über eine Verschiebung ihres Beschlusses zum umstrittenen Bonner Stammzellen-Projekt entscheiden. Dem zuständigen Hauptausschuss liegt eine entsprechende Empfehlung des DFG-Präsidiums vor. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass der in Berlin tagende Hauptausschuss dem Präsidium folgt.
Das Präsidium hatte Mitte Juni für eine Verschiebung plädiert. Es folge damit auch maßgeblichen Stimmen aus der Politik und einer Bitte des Nationalen Ethikrates, heiß es von der DFG. Die DFG solle die von ihr selbst angestoßene und gewünschte intensive öffentliche Debatte jetzt nicht durch eine konkrete Förderentscheidung beeinflussen.

Die Entscheidung betrifft den Antrag des Bonner Wissenschaftlers Oliver Brüstle zur Förderung des Projekts. Brüstle will embryonale Stammzellen aus Israel importieren und damit arbeiten. Er hat als erster Mediziner in Deutschland vor gut einem Jahr bei der DFG einen Förderantrag für das Stammzellen-Projekt gestellt.

DFG-Präsident Ernst-Ludwig Winnacker sprach sich allerdings gegen einen von der Union geforderten vorläufigen Importstopp für embryonale Stammzellen aus. Ein einmal ausgesprochenes Moratorium sei nur sehr schwer wieder aufzuheben, betonte er im DeutschlandRadio Berlin.

Im Embryonenschutzgesetz ist der Import von embryonalen Stammzellen nicht verboten. An diesem Montagabend wollen SPD und Grüne im Koalitionsausschuss in Berlin über eine einheitliche Linie zu diesem Thema beraten.
dpa


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