Minister Zehetmair ruft zu Besonnenheit in der Gentechnik-Debatte auf

Bayerns Wissenschaftsminister Hans Zehetmair (CSU) hat zu Besonnenheit in der Debatte um ethische Fragen der Gentechnik und der modernen Medizin aufgerufen. Der Verlockung, sich mit einseitigen oder reißerischen Aussagen in die Schlagzeilen zu bringen, dürfe man nicht nachgeben, sagte er am Montag bei der Eröffnung der 51. Nobelpreisträgertagung in Lindau. Im Rahmen der Feier wurden Altbundespräsident Roman Herzog und der Präsident des Pharmakonzerns Novartis AG, Daniel Vasella, als erste Mitglieder in den Ehrensenat der Stiftung "Lindauer Nobelpreisträgertreffen am Bodensee" aufgenommen.
Gräfin Sonja Bernadotte, Mitbegründerin der Stiftung und Präsidentin des Kuratoriums für die Tagungen der Nobelpreisträger überreichte Herzog die Urkunde. Während seiner Amtszeit habe er in der Gesellschaft ein neues Bewusstsein für den Stellenwert von Wissenschaft und Forschung geschaffen, begründete die Stiftung ihre Entscheidung. Herzog bedankte sich für die Auszeichnung humorvoll: Vor Beginn seines Jurastudiums habe er ein Jahr Physik studiert, dann aber damit aufgehört. "Das ist mein größter Verdienst um die Physik", sagte Herzog, der mit seiner zukünftigen Ehefrau Freifrau Alexandra von Berlichingen (60) erschienen war.

Die Nobelpreisträgertagung ist in diesem Jahr der Physik gewidmet. Rund 20 Laureaten und 650 Studenten und Nachwuchswissenschaftler aus Deutschland und dem Ausland treffen sich bis zum Freitag am Bodensee zu Vorträgen und Meinungsaustausch. Die Tagung widmet sich jedes Jahr einem der Bereiche Chemie, Physik oder Physiologie und Medizin.
dpa


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