Deutschland und Frankreich wollen Klonen von Menschen verhindern

Deutschland und Frankreich wollen mit einer gemeinsamen Initiative bei den Vereinten Nationen (UN) das Klonen von Menschen verhindern. Frankreichs Premierminister Lionel Jospin bekräftigte, er wolle auf das therapeutische Klonen verzichten. "Wir gehen im Sinne der Forscher weit, ohne das therapeutische Klonen zuzulassen", teilte die Regierung in Paris mit.
Der Gesetzentwurf der französischen Regierung über die bioethischen Grundsätze der Zukunft öffnet zwar den Wissenschaftlern die Möglichkeit, unter eng bestimmten Bedingungen mit "überzähligen" Embryonen zu forschen, verbietet aber strikt das Klonen zu reproduktiven Zwecken. Wer gegen das Verbot verstößt, kann nach dem Entwurf, der Anfang nächsten Jahres im Parlament behandelt werden soll, mit einer Strafe von bis zu 20 Jahren Gefängnis belegt werden.

Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) macht unterdessen Druck in der Gentechnik-Debatte in Deutschland. Die Entscheidung, ob mit embryonalen Stammzellen geforscht werden darf, sollte nicht "auf den Sankt Nimmerleinstag" verschoben werde, sagte sie der Chemnitzer "Freien Presse" (Freitag). Deutschland dürfe nicht warten, bis weltweit die Würfel gefallen seien und es für deutsche Wissenschaft keine Gestaltungsmöglichkeit mehr gebe. Bulmahn unterstützte damit Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidenten Wolfgang Clement (SPD), dessen Vorstoß für einen Import embryonaler Stammzellen zu Forschungszwecken scharfe Kritik hervorgerufen hatte.
dpa


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