SPD-Bundesministerinnen uneins über Haltung zu Embryonenforschung

In der Diskussion um die Forschung an Embryonen sind sich die drei zuständigen SPD-Bundesministerinnen in der Kernfrage offenkundig uneins. Nach Informationen der "Frankfurter Rundschau" (Dienstag) hat sich das SPD-Präsidium am Montag auf einen Entwurf als Diskussionsgrundlage verständigt, der die Chancen der modernen Biomedizin für Wirtschaft und Forschung stark betont.
Das Papier sei federführend von Forschungsministerin Edelgard Bulmahn verfasst worden. Es widerspreche der Position von Justizministerin Herta Däubler-Gmelin, die die Forschung an Embryonen für verfassungswidrig hält, wenn diese dabei absterben.

In dem Entwurf Bulmahns, den auch Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) unterstütze, finde sich diese verfassungsrechtliche Argumentation nicht wieder, berichtet die Zeitung. Vor allem fehle darin die Forderung von Däubler-Gmelin, dass der Staat menschliches Leben schützen müsse, "das mit der Verschmelzung von Samenzellen und Ei beginnt". Für die Genforscher geht es jedoch darum, ob und welche Handlungsmöglichkeiten ihnen nach Befruchtung der Eizelle eingeräumt werden.

Die drei Ministerinnen sollen sich bis zum 21. Mai auf eine gemeinsame Haltung verständigen. Das SPD-Präsidium beauftragte am Montag Bulmahn, Schmidt und Däubler-Gmelin, eine entsprechende Vorlage zu erarbeiten.

dpa


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