Gesundheitswarnung nur ein politischer Trick?


Amerikanische Verbraucher werden von staatlichen Behörden mit Gesundheitswarnungen irregeführt und für politische Ränkespiele missbraucht. Hintergrund ist eine Veröffentlichung der US Food and Drug Administration (FDA), in der werdende und stillende Müttern vor dem Verzehr größerer Mengen räuberischer Fische gewarnt werden: Demnach können größere Quecksilbemengen in den Fischen zu Nervenschäden bei ungebornen Kindern und gestillten Babies führen (bild der wissenschaft berichteten darüber am letzten Freitag).

Doch kurz darauf beruhigt der Fachmann für staatliche Regulierung Steven Milloy die besorgten Verbraucher, dass die erlassene Warnung nur ein politischer Trick des scheidenden Präsidenten Bill Clinton gewesen sei. Es ginge vielmehr darum, den neuen Präsidenten George W. Busch zu restriktiven Maßnahmen gegen die Quecksilberemissionen der amerikanischen Elektrizitätswerke zu zwingen. Milloys Behauptung: die FDA hätte irrelevante Zahlen angeführt und in Ermangelung eigener Daten auf dreißig Jahre alte Beobachtungen aus dem Irak zurückgegriffen.

Er beruft sich dabei auf eine drei Jahre alte Studie der US Environmental Protection Agency, die zu keinem Zeitpunkt gefährliche Konzentrationen des giftigen Methylquecksilbers in den Haarproben von Versuchspersonen ausmachen konnte. Eine weitere Studie der National Academy of Science, die im Juli 2000 erschien, scheint ihm Recht zu geben. Melloy kommt zu dem Schluss, dass keine Amerikanerin durch den Verzehr von Fisch jemals den FDA Grenzwert von 11 ppm erreichen kann und die erlassene Warnung nichts als politisches Machwerk sei. Zurück bleiben die Verbraucher, die nicht wissen, wem sie glauben können.

Marion Herzog

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