Deutschland erhält neue Chance in Genforschung

Nach Ansicht des Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Ernst-Ludwig Winnacker, erhält Deutschland eine neue Chance, bei der Erforschung des Erbguts zu den führenden Nationen aufzuschließen. In der Anfangszeit habe Deutschland nur sehr langsam begonnen, sagte Winnacker am Dienstag im DeutschlandRadio Berlin. "Nachdem das Erbgut in seiner Struktur jetzt gelesen und der Öffentlichkeit zugänglich ist, fängt ja die Arbeit erst an und die wird nun recht gut unterstützt", meinte er.

Trotz internationalen Wettbewerbs müssten "ethische Rücksichtnahmen" nach wie vor gelten. "Die Forschungsfreiheit ist niemals absolut gewesen, auch wenn sie grundgesetzlich garantiert ist. Wir haben es immer noch mit höher geordneten Grundrechten, mit der Menschenwürde, zu tun." Auch in anderen Ländern sei die Forschung nicht vollkommen uneingeschränkt. "Es ist bei uns verboten, Embryonen zu Forschungszwecken herzustellen. Aber auch in Amerika darf mit öffentlichen Mitteln an solchen Embryonen nicht gearbeitet werden." Die Diskussion zur Genforschung im Senat der USA werde genauso kontrovers geführt wie in Deutschland, sagte Winnacker dem Sender.

dpa


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