Hatte John F. Kennedy zwei Mörder?

Eine 96,3-prozentige Wahrscheinlichkeit für Schüsse vom Grashügel
John F. Kennedy, der 1963 erschossen wurde, hatte möglicherweise zwei Mörder. Der eine war der schon bekannte Lee Harvey Oswald, der vom Book Depository Building aus schoss. Ein Komplize des Schützen feuerte zur gleichen Zeit von einem nah gelegenen Grashügel. Diese These vertritt der Wissenschaftler D.B. Thomas in einem Artikel der Zeitschrift "Science and Justice", die von der "British Forensic Science Society" herausgegeben wird.

Thomas stützt seine These auf eine Analyse von Echos auf Aufnahmen des Polizeiradio-Kanals in Dallas zur Zeit, als die Schüsse fielen. Ihm zufolge gibt es eine 96,3-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass von dem Hügel aus, der sich vorn rechts vor der Präsidentenlimousine befand, jemand einen zweiten Schuss abgegeben hat.

Es gab auch eine Zeugin, die einen Schuss von dem Grashügel gehört haben wollte. Diese mittlerweile verstorbene als "Dame in Rot" bekannt gewordene Augenzeugin hatte angegeben, dass sie in Richtung des Grashügels habe laufen wollen, um den Schützen zu sehen, Doch zwei Polizisten hätten sie daran gehindert.

Eine 1978 vom US-Repräsentantenhaus eingesetzte Untersuchungskommission hatte ebenfalls die Radioaufzeichnungen ausgewertet und eine Verschwörung zweier Schützen für möglich gehalten. Doch eine spätere Studie des National Research Council bewertete die aufgenommenen Geräusche als konstant, so dass es sich nicht um Schüsse handeln könne.

Das Attentat auf John F. Kennedy am 22. November 1963 hatte die Welt erschüttert. Wegen vieler ungeklärter Fragen rankten sich bald zahlreiche Verschwörungstheorien um den Mord, die von einem Mafiakomplott bis hin zu einer KGB-Beteiligung reichten.
Doris Marszk


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