Malaria brachte dem Römischen Reich den Untergang

DNA Analyse bringt den Beweis
Den bislang frühesten genetischen Hinweis auf Malaria fanden nun Wissenschaftler des Department of Biomolecular Sciences. Die DNA im Skelett eines Kindes, das vor 1.500 Jahren in einem Friedhof nördlich von Rom bestattet wurde, beweist die schon länger kursierende Theorie. Diese besagte, dass eine tödliche Malaria-Epidemie im 5. Jahrhundert nach Christus zum Niedergang des Römischen Reiches geführt hat.

Es besteht kein Zweifel, dass das Kind an Malaria gestorben ist, sagte Dr. Robert Sallares vom Institute of Science and Technology an der University of Manchester (Umist), der die Untersuchung leitete. Die DNA, die aus den Knochen des Kindes extrahiert wurde, wies Zeichen einer Infektion mit genau dem Parasiten auf, der Malaria beim Menschen hervorruft.

Für Sallares ist die Untersuchung alter DNA somit ein neuer Weg, um der Geschichte der Krankheit auf die Spur zu kommen. "Wenn man diese Arbeitsweise auf noch älteres Material anwendet, kann man sogar den Zeitpunkt bestimmen, wann Malaria in Europa Einzug hielt", so Sallares gegenüber BBC News Online.

Der Name Malaria ist abgeleitet vom italienischen Wort "mal-aria", was soviel bedeutet wie "schlechte Luft". Die Krankheit war auch bekannt als römisches Fieber. Forscher gehen davon aus, dass sie schon sehr alt ist und sogar in vorgeschichtlicher Zeit Menschen an ihr litten. Noch heute erkranken jährlich 300 bis 500 Millionen Menschen an Malaria. Mehrere Millionen von ihnen sterben, hauptsächlich in Afrika, Indien, Südostasien und Südamerika.

Birgit Kahler


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