Geschichte

Lepra im Zuge des Eichhörnchen-Handels?

Lepra im Zuge des Eichhörnchen-Handels?

Forscher präsentieren eine erstaunlich wirkende Erklärung für die Ausbreitung der Lepra im mittelalterlichen England: Der Handel mit Fell und Fleisch von Eichhörnchen könnte die Erkrankung von Skandinavien auf die Britischen Inseln gebracht haben.

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Legende um Franz von Assisi teils bestätigt

Legende um Franz von Assisi teils bestätigt

Wissenschaftler haben Alter und Inhalt eines Sacks bestätigt, um den sich eine mittelalterliche Legende dreht: Er wird einer Wundertat des heiligen Franz von Assisi zugeschrieben.

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Warum haben die Römer Irland nicht erobert?

Warum haben die Römer Irland nicht erobert?

Bis in den Norden Britanniens marschierten sie – doch warum blieb ausgerechnet Irland von der Expansion des Römischen Reiches verschont? Ein Historiker erklärt es.

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Entführung ins Serail: Osmanische Piraten behandelten Gefangene besser als die Spanische Inquisition

Im Piratenfilm sind meist Engländer oder Franzosen die tollen Kerle ? die Wirklichkeit in der Seefahrt des 16. und 17. Jahrhundert sah jedoch anders aus. Vor allem im Mittelmeer trieben sich zahlreiche Piraten aus dem Osmanischen Reich herum, die gern englische Handelsschiffe aufbrachten, die Besatzung gefangen nahmen und sie anschließend versklavten. Ein Forscher der Florida State University hat jetzt unter dem Titel "Piracy, Slavery, and Redemption" ein Buch mit Berichten von Opfern dieser Praxis aus dem 16. und 17. Jahrhundert herausgegeben. Eine überraschende Erkenntnis aus der Lektüre dieser Berichte ist, dass die Gefangenen der Osmanen oft unter milderen Bedingungen gehalten wurden als Gefangene etwa der spanischen Inquisition.

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Suchmaschine durchforstet mündliche Holocaust-Berichte

Amerikanische Forscher entwickeln eine Suchmaschine, die mündliche Zeugenaussagen über die deutsche Judenvernichtung nach bestimmten Stichworten durchforschen kann. Mit der Maschine sollen über 116.000 Stunden Videoaufzeichnungen von Interviews zum Holocaust für Historiker leichter zugänglich werden. Die amerikanische Regierung unterstützt das Projekt mit 7,5 Millionen Dollar, teilt die Johns Hopkins-Universität in Baltimore mit.

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Rettungsaktion für einzigartiges Afghanistan-Archiv angelaufen

Abseits vom großen Weltgeschehen dieser Tage kämpft ein amerikanisch-pakistanisches Wissenschaftler-Team um den Erhalt einer einzigartigen Quelle zur jüngsten Geschichte Afghanistans. Das Afghan Media Resource Center (AMRC) in Peschawar (Pakistan), das Tausende von Video- und Tonbändern sowie Foto-Negative aus dem Afghanistan-Krieg von 1987 bis 1992 beherbergt, ist bedroht durch sengende Hitze und Staub, die die Materialien beschädigen könnten. Ein Afghanistan-Experte des Williams College, der von dem bedrohten AMRC hörte, hat den Archivaren angeboten, bei der Digitalisierung der Materialien zu helfen. Seit Sommer 2000 hat man etwa 3.000 Bilder und 700 Stunden Videofilm digitalisiert.

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Sowjetische Lagergefangene sagten in Tatoos ihre Meinung

Die Bedingungen in den sowjetischen Lagern waren hart. Möglichkeiten, seine Gedanken, Meinungen, Empfindungen irgendwo festzuhalten, gab es kaum. In dieser Situation griffen viele Gefangene auf ihren eigenen Körper als einzig verfügbare Schreib- und Zeichenfläche zurück.

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60.000 Deutsche gingen nach dem Krieg nach England ? Wissenschaftler auf Spurensuche

Sie kamen als Kriegsgefangene, Kriegsbräute und angeworbene Arbeitskräfte: Etwa 60.000 deutsche Männer und Frauen verschlug es nach 1945 nach Großbritannien. Bis heute war ihre Geschichte so gut wie unbekannt. Jetzt haben sich ein Historiker und eine Sozialwissenschaftlerin auf eine Spurensuche begeben.

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Amerikanische Forscherin: Schlechtes Wetter brachte dem Abenteurer Scott am Südpol den Tod

Ein ungewöhnlich kalter Herbst ist dem Briten Robert F. Scott nach dem Wettlauf zum Südpol im März des Jahres 1912 zum tödlichen Verhängnis geworden. Das behauptet die amerikanische Autorin Susan Solomon in ihrem Buch "The Coldest March". "Sie haben peinlich genau geplant, doch die Natur hat alle Pläne umgeworfen", wird die Wissenschaftlerin in der "New York Times" zitiert. In gewöhnlichen Jahren hätte die Expedition perfekt funktioniert.

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400 neue Briefe von und an Charles Darwin veröffentlicht

Kaum ein Wissenschaftler hat unsere Vorstellung von Natur und Entwicklung so geprägt wie Charles Darwin (1809-1882). Zu seinen Lebzeiten löste seine Theorie heftige Diskussionen auch in der nicht-fachlichen Welt aus. Auf Empörung stieß vor allem seine These, dass der Mensch letztlich vom Affen abstamme. Vierhundert Briefe aus der reichen Korrespondenz von und an Charles Darwin sind jetzt in Cambridge neu herausgegeben worden. Sie stammen alle aus dem Jahr 1864, das für Charles Darwin ein sehr produktives Jahr war, obgleich der 55-Jährige damals gesundheitlich angeschlagen war. Die neu edierten Briefe bilden den 12. Band der ambitionierten "Correspondence of Charles Darwin", an der seit über 25 Jahren gearbeitet wird und die auf 32 Bände angelegt ist.

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Antikes Militärgeld erzählt von Karthagos kriegerischer Vergangenheit

Zu der Zeit, als Cato der Ältere (234-149 v. Chr.) jedes seiner Statements mit dem berühmten Ausspruch "Ceterum censeo Carthaginem esse delendam" (Im Übrigen meine ich, Karthago muss zerstört werden) beendete, hatte kaum noch jemand das Bild von Karthago als bedeutende Militärmacht vor dem geistigen Auge. Im Gegenteil: Im 2. Jahrhundert v. Chr. galt die nordafrikanische Republik, gelegen in der Nähe des heutigen Tunis, als wichtiger Handelsplatz, von dem aus aber kaum militärische Aktionen zu erwarten waren, da Karthago kein vaterländisches Heer hielt, sondern im Kriegsfall fremde Söldner anwerben musste.

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Polen und Russland beseitigen "weiße Flecken" der Geschichte

Mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung von jahrzehntelang totgeschwiegenen Themen wollen Polen und Russland die "weißen Flecken" in ihrer Geschichte entfernen. Erstes konkretes Beispiel ist die Veröffentlichung von Dokumenten des sowjetischen Geheimdienstes NKWD über die Verfolgung polnischer Untergrundkämpfer in Ostpolen, das entsprechend der geheimen Abmachungen des Hitler-Stalin-Pakts im September 1939 von sowjetischen Truppen besetzt wurde. Die zweibändige Studie wurde nun in Warschau vorgestellt.

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