Geschichte

Lepra im Zuge des Eichhörnchen-Handels?

Lepra im Zuge des Eichhörnchen-Handels?

Forscher präsentieren eine erstaunlich wirkende Erklärung für die Ausbreitung der Lepra im mittelalterlichen England: Der Handel mit Fell und Fleisch von Eichhörnchen könnte die Erkrankung von Skandinavien auf die Britischen Inseln gebracht haben.

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Legende um Franz von Assisi teils bestätigt

Legende um Franz von Assisi teils bestätigt

Wissenschaftler haben Alter und Inhalt eines Sacks bestätigt, um den sich eine mittelalterliche Legende dreht: Er wird einer Wundertat des heiligen Franz von Assisi zugeschrieben.

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Warum haben die Römer Irland nicht erobert?

Warum haben die Römer Irland nicht erobert?

Bis in den Norden Britanniens marschierten sie – doch warum blieb ausgerechnet Irland von der Expansion des Römischen Reiches verschont? Ein Historiker erklärt es.

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Wie es die junge Sowjetunion mit der Religion hielt

Als die Sowjetunion noch jung war, glaubten ihre Führer - vor allem Lenin -, dass sich die Religionsfrage von selbst erledigen würde. Da sich durch die Revolution mittel- bis langfristig die sozialökonomischen Verhältnisse ändern würden, so dachten die Bolschewiki, bräuchten die Menschen auch keinen Trost mehr in der Kirche zu suchen. Und die Bolschewiki selbst bräuchten die Religion und die Gläubigen auch nicht zu verfolgen. Diese Haltung der sowjetischen Staatsmacht änderte sich mit Stalin - und das mehrfach. Wie die junge Sowjetunion mit dem Thema Religion umging, ist nun in einem Sammelband mit dem Titel "Politik und Religion in der Sowjetunion 1917-1941", herausgegeben von Christoph Gassenschmidt und Ralph Tuchtenhagen, aufgearbeitet worden. Der Sammelband entstand am Osteuropa-Institut München.

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War James Watt ein Gauner?

Der schottische Maschinenbauer, Ingenieur und Erfinder James Watt (1736 - 1819), der mit seiner Dampfmaschine die industrielle Revolution einleitete, war möglicherweise ein Betrüger. Historiker vermuten, dass Watt mit etwa 20 Jahren Flöten hergestellt und sie unter dem Namen des berühmten Pariser Flötenbauers Thomas Lot verkauft hat, berichtet das Londoner Magazin "New Scientist" (9. März, S. 48).

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Näherinnen als Feministinnen des 18. Jahrhunderts

Nähen war, wie Waschen oder Bügeln, Inbegriff weiblicher - und damit geringgeschätzter - Beschäftigung. Doch die Näherinnen des 18. Jahrhunderts konnten sich, anders als viele ihrer Zeitgenossinnen, über eben diesen Beruf ein Stück Gleichberechtigung erobern und vielleicht sogar die Idee der Gleichberechtigung vorantreiben. Dies ist die These einer Historikerin der University of Illinois at Urbana-Champaign, die sie in ihrem Buch "Fabricating Women: The Seamstresses of Old Regime France, 1675-1791" vorstellt.

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Im Mittelalter galten Kindkönige als voll regierungsfähig

Im Mittelalter trugen die Herrscher ihre Waffen nicht nur zur Zierde. Überall konnten bewaffnete Feinde auftauchen, gegen die sie sich wehren mussten. Umso eigenartiger mutet es an, dass gerade im Mittelalter oft kleine Kinder auf den Thron gelangten - ohne dass ein offizieller Vormund sie vertrat. Ein Historiker der Universität Bonn ist diesem Paradox in mehr als 30 Fällen nachgegangen und kommt zu dem Schluss: Das Mittelalter kannte nur sehr konkrete Vorstellungen von Herrschaft. Daher musste als König angesehen werden, wer als König geboren war, ganz gleich, wie alt er zur Zeit der Herrschaftsübernahme war. Seine Studie veröffentlichte der Historiker in den "Schriften der Monumenta Germaniae Historica".

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Hexen wurden verfolgt, um die Existenz Gottes zu beweisen

Vom ausgehenden Mittelalter bis in die frühe Neuzeit wurden immer wieder Frauen als Hexen oder Männer als Hexer verbrannt. Dabei trug nicht nur das gemeine Volk zu Hexenglauben und Hexenverfolgung bei. Auch hochgelehrte Theologen waren sich nicht zu schade, in ihren Werken die reale Existenz von Hexen und Dämonen nachzuweisen zu versuchen. In seinem soeben erschienen Buch zeigt Walter Stephens von der Johns Hopkins University auf, dass die Theologen einen ganz besonderen Grund dafür hatten, Hexen als real anzusehen und sie zu verfolgen: Real existierende Hexen dienten als Gottesbeweis in einer Welt voller Übel.

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DAMALS berichtet über Hamburger Sturmflut 1962

Nur wenige Naturkatastrophen der vergangenen Jahrzehnte sind uns so fest im Gedächtnis geblieben wie die Hamburger Sturmflut des Jahres 1962. Die Folgen schienen an den Krieg zu erinnern: dezimierte Familien, zerstörte Wohnungen, Zusammenbruch der Infrastruktur. Das mühsam erworbenen Gefühl der Sicherheit war erschüttert. Eine Dokumentation der Jahrhundertkatastophe ist in der aktuellen Ausgabe des Magazins "DAMALS" zu lesen.

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Studentenrevolte 1967: Warum der Mord an Benno Ohnesorg der Startschuss war

Der 2. Juni 1967 markiert in Deutschland den Beginn der Studentenrevolte. An diesem Tag wurde während der Demonstration gegen den Schah-Besuch der Germanistikstudent Benno Ohnesorg von einem Polizisten in einem Hinterhof gestellt und erschossen. Doch die Stimmung im Berlin der mittsechziger Jahre war so aufgeheizt, dass die Eskalation der Situation auch schon früher hätte eintreten können, so die These eines Bochumer Historikers.

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