Home-Run für die Notaufnahme

Während wichtiger Baseballspiele melden sich in den Notaufnahmen amerikanischer Krankenhäuser weitaus weniger Patienten als zu gewöhnlichen Zeiten. Das haben Wissenschaftler des Children's Hospital in Boston gezeigt. Viele Menschen würden während eines interessanten Spiels trotz eines medizinischen Notfalls eher zuhause bleiben als sonst, erklären die Forscher den Effekt.
Für ihre Auswertung ermittelten die Wissenschaftler die Einschaltquoten bei einer ganzen Reihe von Spielen der legendären Bostoner Baseballmannschaft "Red Sox". Setzten sie diese mit der Zahl der Patienten in der Notaufnahme mehrerer Krankenhäuser im Raum Boston in Beziehung, konnten sie einen klaren Zusammenhang feststellen: Je wichtiger und je besser das Spiel, desto höher waren die Einschaltquoten und desto geringer war auch die Zahl der Patienten in der Notaufnahme.

Während besonders schlechter Spiele der "Red Sox" lagen die Einschaltquoten im Raum Boston bei rund 30 Prozent. Die Zahl der Patienten in der Notaufnahme war dabei sogar um rund 15 Prozent höher, als sonst zu erwarten gewesen wäre. Dieses Bild kehrte sich bei den wichtigen Endspielen der Mannschaft völlig um: Die Einschaltquoten stiegen auf über 55 Prozent, und die Zahl der Patienten sank um 15 Prozent. Was ein medizinischer Notfall sei und was nicht, liege oft im Ermessen der Patienten ? und dieses wird offensichtlich auch von einem solchen Spiel beeinflusst, kommentiert Studienleiter Mandl die Ergebnisse.
Kenneth Mandl ( Children's Hospital, Boston) et al.: Annals of Emergency Medicine, Oktober-Ausgabe

ddp/wissenschaft.de ? Ulrich Dewald


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