Wissen fürs Wochenende

So hat sich ein Künstler die Sonde Schiaparelli auf dem Mars vorgestellt. (Grafik: ESA/ATG medialab)

Sieben Mal ist bisher eine Landung auf dem Mars geglückt, sechsmal scheiterte die Mission. Beim 14. Versuch muss die Europäische Raumfahrtagentur (ESA) noch zittern, denn ihre Raumsonde Schiaparelli meldet sich nicht. Unsere weiteren Highlights dieser Woche sind zwei archäologische Funde, Faustkeile und Höhlenmalereien, über die Forscher nun neu nachdenken – und die erste im Labor hergestellte Eizelle, die in der Genetik für Diskussionen sorgt.

Am Mittwoch stand eine Marslandung auf dem Programm, und man könnte meinen, das sei zur Routine geworden. Doch Raumfahrt ist ein schwieriges Geschäft. Nachdem sich ihre Sonde Beagle 2 vor einigen Jahren nicht von der Marsoberfläche meldete, wartet die Europäische Raumfahrtagentur (ESA) nun einen zweites Mal auf Signale: Doch die Sonde Schiaparelli hat sich nach der Landung auf dem Roten Planeten nicht gemeldet. Auf unserem Portal wissenschaft.de berichten wir ausführlich über das ausbleibende Signal und die Fehlersuche der Forscher. Die Kollegin Bettina Wurche berichtet in ihrem Blog ebenfalls über alle Neuigkeiten der Mission.

Archäologische Funde – neu interpretiert

Felszeichnungen unserer Vorfahren haben Biologen auf die richtige Spur gebracht, und die Forscher schreiben nun die Evolutionsgeschichte des Europäischen Wisents um. Das stattliche Tier stammt aus einer Kreuzung von Bison und Auerochsen vor rund 120.000 Jahren. In den Höhlenmalereien ist diese Urform des Wisents auch schon zu erkennen. Bisher hatte man gedacht, die frühzeitlichen Künstler hätten sich in der Darstellung eines Bisons einige Freiheiten erlaubt. Aber tatsächlich ist es wohl eine naturgetreue Darstellung der neuen Tierart, berichten wir auf wissenschaft.de.

Nicht jeder Faustkeil, den Archäologen finden, muss von einem unserer Vorfahren stammen. Kapuzineraffen können Steine so abschlagen, dass sie einem von Menschen gefertigten Faustkeil zum Verwechseln ähnlich sehen. Auf dem Portal "Scinexx" zeigt ein Video, wie die Affen vorgehen.

Die erste künstliche Eizelle

Genetikern ist wieder ein Kunststück gelungen: Sie haben Zellen aus der Haut einer Labormaus zu einer Eizelle umprogrammiert. Sie haben dazu eine Methode verwendet, für die es 2012 den Medizin-Nobelpreis gab. Eine Zelle in eine Hautzelle umzuwandeln, galt aber als besondere Herausforderung. Beim "Deutschlandfunk" besprechen zwei Wissenschaftsjournalisten die Bedeutung der neuen Entwicklung.

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