Ein erstaunliches Geburtstagskind im Fokus

Hawking bei einem Parabelflug, 2007 (Foto: NASA)

Diagnose ALS: Die Ärzte gaben Stephen Hawking im Jahr 1962 noch zwei Jahre Lebenszeit – doch weit gefehlt: Obwohl völlig gelähmt, lebt und arbeitet er immer noch. Am 8. Januar 2017 wird Stephen Hawking nun 75 Jahre alt. In der Januar-Ausgabe würdigt bild der wissenschaft den berühmtesten Wissenschaftler der Gegenwart mit einem scharfen Blick auf sein Leben und Werk. Gerade erst hat Hawking wieder die Physik der Schwarzen Löcher aufgemischt und einen seiner eignen Lehrsätze revidiert.

Ein genialer Geist in einem regungslosen Körper: Obwohl die Diagnose der Nervenerkrankung ALS ein schwerer Schicksalsschlag für den damals 21 Jahre alten Stephen Hawking war, wurde seine Behinderung doch zu einem wichtigen Faktor seines Erfolges. Dies geht aus dem ersten Artikel der dreiteiligen Titel-Geschichte hervor. Der bdw-Autor Rüdiger Vaas beschäftigt sich darin mit der Lebensgeschichte, der Motivation und Persönlichkeit des ungewöhnlichen Stars der Wissenschaft.

Spitzenforschung vom Rollstuhl aus

Hawking sagt selbst: "Meine ­Behinderung hat meine wissenschaftliche Arbeit nicht wesentlich beeinträchtigt. Tatsächlich war sie in mancherlei Hinsicht eher von Vorteil." Viele zeitraubende und unwissenschaftliche Aspekte einer wissenschaftlichen Karriere blieben ihm erspart und so konnte er sich besonders intensiv seiner Forschung widmen. Seine Behinderung war sicherlich auch ein Faktor bei der enormen Bekanntheit, die Hawking in der Öffentlichkeit und in den Medien erreichte. Er bekam Symbolcharakter: Für viele Menschen verkörpert er eine Art vergeistigtes Wesen. Seit 1985 kann er sich zudem nur noch mithilfe eines Sprachcomputers verständigen. Er bedient ihn mit leichten Bewegungen seiner rechten Wange. Auch dies wurde sicherlich Teil seiner erstaunlichen charismatischen Ausstrahlung.

Im zweiten Teil des bdw-Titelthemas blickt Rüdiger Vaas auf die wichtigsten wissenschaftlichen Leistungen von Hawking und beschreibt ihren Stellenwert in der Theoretischen Physik. Er rückt dabei sechs große wissenschaftliche Leistungen ins Zentrum: von den Überlegungen zur Urknall-Singularität über die geheimnisvollen Schwarzen Löcher bis hin zu den Fragen rund um das Thema Zeit. Auch Hawking selbst lässt Vaas dabei mit markanten Aussagen zu Wort kommen. "Ich hatte schon immer ein klares Ziel: Ich will herausfinden, wie das Universum funktioniert und warum es überhaupt existiert. Zum Glück gibt es überall Hinweise. Der wichtigste befindet sich direkt über unseren Köpfen", so Hawking.

Hawking revidiert

Abgerundet wird die Titel-Geschichte durch einen Blick auf das aktuelle Forschungsthema des berühmten Physikers. Erneut hat er sich den Kopf über die bizarren Eigenschaften der Schwarzen Löcher zerbrochen. Konkret geht es um den von ihm zunächst postulierten Informationsverlust beim Verdampfen der Schwarzen Löcher. Er stellte eine Grundlage der Physik infrage: die Erhaltungssätze. Falls tatsächlich all die in Schwarzen Löchern absorbierten physikalischen Eigenschaften, Kenngrößen und so weiter völlig verschwänden, dann würde der Satz von der Erhaltung der Energie und anderen grundlegenden Prinzipien versagen. Rüdiger Vaas erklärt, warum Hawkins diese Thesen nun revidiert hat.

Die dreiteilige Titelgeschichte "Stephen Hawking wird 75" finden Sie in der Januar-Ausgabe von bild der wissenschaft, die ab dem 13. Dezember im Handel erhältlich ist.

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