Editor's Pick: Kind bestellt bei Amazon

Amazon Echo versteht auch leise gesprochene Kommandos. (Foto: Amazon)

Mit dem Gerät "Echo" bringt Amazon einen virtuellen Assistenten ins Wohnzimmer, der Auskunft gibt und auch Bestellungen entgegennimmt. Beispiele aus den USA warnen vor einem allzu leichtfertigen Umgang mit Apparaten dieser Art.

Wenn Captain Kirk oder Captain Picard den Computer des Raumschiffs Enterprise benötigen, dann sprechen sie ihn direkt an: "Computer! Scanne den Planeten nach Lebensformen!" Oder: "Computer! Aktiviere Selbstzerstörungssequenz!" Das klappt sehr gut, weil die Kommandos eindeutig sind und niemand dazwischenquatscht. Doch für den Hausgebrauch auf der Erde ist diese Form der Sprachsteuerung noch nicht ausgereift. Das zeigt eine Geschichte, über die das IT-Portal heise.de berichtet: Es geht um nicht beabsichtigte Bestellungen beim Versandhändler Amazon.

Amazon hat vor zwei Jahren "Echo" auf den US-amerikanischen Markt gebracht: ein schlanker Zylinder fürs Wohnzimmer mit sieben Mikrofonen (eine kleine Version mit schlechterem Lautsprecher heißt "Dot"). Die Mikrofone warten auf den Ausruf "Alexa!", denn so heißt Amazons virtuelle Assistentin. Dann leuchtet auf dem Gerät ein Ring blau auf und das folgende Kommando wird aufgenommen, an die Amazon-Server geschickt und dort analysiert. Alexa kann das Wetter ansagen, Musik abspielen, die angeschlossenen Hausgeräte steuern und Witze erzählen. Seit einige Geräte in Deutschland verfügbar und auf Deutsch nutzbar sind, gibt es Videos und Berichte, die einen Eindruck davon vermitteln, wie gut oder schlecht Alexa Sachfragen versteht (beispielsweise in der FAZ und der Zeit). (Das Konkurrenzprodukt "Home" von Google soll in diesem Jahr auf den deutschen Markt kommen.)

Kinderleichte Bedienung

Mit Alexa kann man auch kinderleicht Amazon-Bestellungen aufgeben, wie in den USA ein sechsjähriges Mädchen unfreiwillig gezeigt hat. Sie gibt laut heise.de zu, mit Alexa über Puppenhäuser und Kekse gesprochen zu haben. Aber Alexa das hat für eine Bestellung gehalten. Und mehr noch: Als ein Sprecher des TV-Senders CW6 in San Diego über den Fall berichtete – und dabei den Satz sagte: "Ich liebe dieses kleine Mädchen, wie sie sagt 'Alexa hat mir ein Puppenhaus bestellt'" –, genügte das offenbar in einigen Haushalten, um eine Bestellung auszulösen. Aber hier kann man vom Raumschiff Enterprise lernen: Für die Selbstzerstörungssequenz braucht man einen Code – und auch die Bestellfunktion von Amazon Echo lässt sich mit einer Sicherheitsabfrage versehen oder gleich ganz sperren.

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