Krieg und Frieden im Visier

Forschung im Zeichen der Taube. (Foto: bkindler/iStock)

Hass, Gewalt und Bomben - kriegerische Konflikte sind grauenvoll, komplex und schwer zu lösen. Doch Frieden lohnt sich in vielerlei Hinsicht, betonen Soziologen, Politologen und Naturwissenschaftler, die sich der Friedensforschung verschrieben haben. Ein aktueller Blick auf dieses besondere Fachgebiet bildet nun das Titelthema der Mai-Ausgabe der Zeitschrift bild der wissenschaft.

Im Hauptartikel des vierteiligen Schwerpunkts veranschaulicht die bdw-Redakteurin Karin Schlott, auf welche Weise Wissenschaftler erforschen, wie gewaltsame Konflikte entstehen und wie sie sich verhindern beziehungsweise lösen lassen. Dazu sammeln die "wissenschaftlichen Friedensflüsterer" systematisch Informationen über Konflikte und Friedensprozesse – quantitativ und qualitativ. Das Ziel der Friedens- und Konfliktforscher ist es dabei letztlich, der Politik wissenschaftlich fundierte Anhaltspunkte zu liefern, wie sich die Eskalation von Konflikten besser vermeiden lässt.

Eine Frage ist dabei fundamental wichtig: Welche grundlegenden Aspekte führen dazu, dass Konflikte in kriegerische Auseinandersetzungen münden? Denn Kriege gehen zwar stets aus einem jeweils ganz speziellen Gebräu von komplexen Entwicklungen und Problemen hervor, doch es gibt auch grundlegende Faktoren. Das zentrale Ergebnis der Forscher lautet dabei: Es kommt vor allem dann zu Kriegen, wenn bestimmte Teile einer jeweiligen Gesellschaft ausgegrenzt werden.

Im zweiten Teil des Titelthemas lässt Karin Schlott in einem Interview den Journalisten Michael Gleich zu Wort kommen. Er ist der richtige Ansprechpartner, wenn es darum geht, sich einen Eindruck von Menschen zu verschaffen, die sich weltweit couragiert für den Frieden einsetzen. Michael Gleich hat in seiner Laufbahn viele dieser zivilen Friedensstifter porträtiert. Sein zentraler Eindruck ist: Es handelt sich oft um Menschen mit starkem Ego aber auch mit großem Einfühlungsvermögen, die häufig aus persönlicher Betroffenheit begonnen haben, sich aktiv in Friedensprozesse einzubringen.

Krieg ist buchstäblich furchtbar teuer

In dem Teilartikel "Krieg lohnt sich nicht" verdeutlicht die Autorin außerdem, welche katastrophalen ökonomischen Schäden ein Krieg neben dem menschlichen Leid verursacht. Wie Forscher dokumentiert haben, fallen nicht nur Kosten für das Militär und die ­medizinische Versorgung an, sondern nach dem Konflikt müssen auch der Wiederaufbau sowie die Versorgung von Veteranen und traumatisierten Zivilisten finanziert werden. Außerdem bleibt der wirtschaftliche Aufschwung aus, weil Unternehmen in Krisenzeiten weniger Geld investieren.

Abgerundet wird das Titelthema von einem aktuellen Blick auf die kritischen Entwicklungen in der modernen Waffentechnik: Drohnen, Kampfroboter, Cyberwar – die Kriegsführung des 21. Jahrhunderts erfordert neue Wege der Waffenkontrolle, verdeutlicht der bdw-Autor Tim Schröder, in seinem Artikel "Friedenswächter 4.0".

Alle Artikel des Titelthemas "Forscher stiften Frieden" finden Sie in der Mai-Ausgabe von bild der wissenschaft, die ab dem 18. April im Handel erhältlich ist.

 

  
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