Warum 1941 die Freundschaft zwischen Heisenberg und Bohr zerbrach

Der Physiker Werner Heisenberg war nicht der Friedensengel, der den Bau der deutschen Atombombe im zweiten Weltkrieg verhindert hat, wie einige Historiker und er selbst immer wieder behauptet haben. Tatsächlich wollte er, dass Nazi-Deutschland mit Hilfe der Atombombe den Krieg gewinnt. Das legt ein bisher unbekannter Brief des dänischen Physikers Niels Bohr nahe, der im Februar vom Kopenhagener Bohr-Archiv veröffentlicht werden soll, dessen Inhalt aber bereits der Londoner Times vorlag.
Bohr hat den Brief nach einem persönlichen Gespräch mit Heisenberg geschrieben, das die beiden im Jahre 1941 geführt hatten. Ihre Freundschaft ist durch das Gespräch zerbrochen. Bisher konnte nur spekuliert werden, was genau die beiden Nobelpreisträger beredet hatten. Heisenberg behauptete später, sie hätten allgemein über die Nutzung von Atomkraft gesprochen. Aus dem Brief von Bohr geht jedoch hervor, dass Heisenberg erklärt hat, der Krieg sei mit Hilfe der Atombombe zu gewinnen. Bohr muss außerdem klar geworden sein, dass Heisenberg die Entwicklung der Bombe selbst aktiv vorantrieb, erklärt Finn Aaserud, der Direktor des Bohr-Archives.
ddp/bdw - Andreas Wawrzinek


Reload-Capcha neu laden Text der identifiziert werden soll

Bitte geben Sie zusätzlich noch den Sicherheitscode ein!

Rubriken

 


Harte Nuss
Rätsel: Berühmte Entdecker gesucht

 

Der Buchtipp

Was kommt dabei heraus, wenn sich Alice nicht ins Wunderland verirrt, sondern in eine Vorlesung über Quantenphysik? Eine Reise als intellektueller und ästhetischer Genuss.

Zu allen Buchtipps


Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der Konradin Mediengruppe