Aufgespießt: Kampf dem Fusel

Wenn Sie künftig in der Spirituosenabteilung Ihres Supermarktes bemerken, dass Kunden mit kleinen Kästchen über die aufgestellten Flaschen streichen ? wundern Sie sich bitte nicht. Diese Zeitgenossen wollen einfach nur vermeiden, dass ihnen Ähnliches widerfährt wie Whisky-Liebhabern in England.
Dort tut sich nämlich Unerhörtes: Es kommt immer häufiger vor, dass sich anstatt eines edlen Tropfens ein widerliches Gebräu aus Methanol, anderen Chemikalien und Tee in den Scotch- oder Maltflaschen befindet, und im besten Fall nur für einen ausgewachsenen Kater sorgt. Mit einem solchen könnte eines Morgens auch George Fraser von der University of Leicester aufgewacht sein, als er beschloss, dem gefälschten Whisky den Kampf anzusagen.

Zu diesem Zweck entwickelte er mit seinen Kollegen ein spezielles Spektrometer. Das kleine Gerät misst die Reflexion des Lichts an der Flüssigkeit in einer Flasche. Und da jeder Whisky ein eigenes charakteristisches Spektrum besitzt, ist es jetzt ein Leichtes, vor dem Kauf einen Fusel von einem hochwertigen Produkt zu unterscheiden.

Ganz neu ist das Verfahren allerdings nicht. Ein ähnliches Spektrometer hatten die Wissenschaftler entwickelt, um gefälschte Medikamente zu enttarnen. Aber schließlich ist ein gepflegtes Gläschen Whisky ja manchmal auch eine Art Medizin.
Mitteilung der Universität Leicester

wissenschaft.de - Hans Groth


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