Überleben durch Gift

Um Rhinos vor Wilderern zu schützen, werden ihre Hörner jetzt mit einem speziellen Verfahren präpariert. (Foto: Rhinorescueproject)

Wer kennt sie nicht - die Bilder grausam abgeschlachteter Nashörner in den Savannen und Steppen Südafrikas. Gewildert werden die bedrohten Tiere ausschließlich, um ihnen die Hörner abzuschneiden. In Südafrika wurden im vergangenen Jahr 1004 Nashörner getötet. Doch es gibt einen Silberstreif am Horizont. Im aktuellen Heft von bild der wissenschaft beschreibt bdw-Autor Martin W. Angler unter der Überschrift "Gift im Horn" eine neue Methode, mit der Tierschützer die Rhinos retten wollen.

Der Handel mit den Hörnern der Tiere ist äußerst lukrativ. In der traditionellen chinesischen Medizin setzten Ärzte Pulver, das aus den Hörnern gewonnen wird, unter anderem zur Steigerung der Libido, zur Krebsbekämpfung und gegen einen Alkohol-Kater ein. In Asien sind viele Menschen von der Wirksamkeit des Pulvers überzeugt, obwohl bisher keine einzige wissenschaftliche Studie den Beweis dafür erbracht hat. Dennoch zahlen Endkunden für ein Gramm Hornpulver über 130 Dollar, sodass ein drei Kilogramm schweres Horn rund 400 000 Dollar einbringt - weitaus mehr, als die gleiche Menge an Gold. Doch das Geschäft soll den Händlern jetzt gründlich vermiest werden.

Tierschützer und Biologen gehen jetzt nämlich vermehrt dazu über, die Rhino-Hörner mit einem Cocktail aus Gift und einer speziellen Farbe zu präparieren. Die Farbe leuchtet bei Grenzkontrollen unter Röntgenscannern auf, sodass der Schmuggel erheblich erschwert wird. Und bei dem Gift handelt es sich um ein Insektizid, das beim Verzehr Kopfschmerzen, Brechreiz und schwere Übelkeit verursacht. Wie dieses Verfahren genau funktioniert und mit welchen Schwierigkeiten die Forscher dabei zu kämpfen haben, hat Angler für die August-Ausgabe von bdw akribisch recherchiert und in einer spannenden Geschichte zusammengefasst. Wenn Sie sich also umfassend über die Hintergründe einer möglichen Erfolgsstory informieren wollen, lesen Sie unbedingt den Artikel "Gift im Horn" im aktuellen Heft von bild der wissenschaft.

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