Blutverdünnendes Mittel löst sekundäre Blutgerinnsel bei Schlaganfällen auf

Sekundäre Blutgerinnsel nach einem Schlaganfall können offenbar wirkungsvoll mit dem blutverdünnenden Mittel Abciximab behandelt werden. Derartige Gerinnsel bilden sich oft trotz einer Behandlung des Schlaganfalls innerhalb von Minuten neu und können unbeachtet rasch zum Tod führen. Koreanische Wissenschaftler berichten über die Ergebnisse einer Patientenstudie mit dem Medikament in der Fachzeitschrift "Neurology" (Ausgabe vom 27. Mai).
Vier der insgesamt achtzehn Studienteilnehmer entwickelten innerhalb von zwanzig Minuten nach der Schlaganfalltherapie sekundäre Blutgerinnsel. Die Arterien, in denen sich die Gerinnsel bildeten, waren deutlich enger als die entsprechenden Gefäße der Vergleichspersonen. Die Wissenschaftler um Ji Hoe Heo von der Yonsei-Universität in Seoul (Korea) wiesen nach, dass Abciximab die Gerinnsel restlos auflösen konnte. Zudem war die Arterienverengung bei zwei der vier Patienten nach der Gabe von Abciximab vollständig verschwunden. Drei von ihnen zeigten außerdem eine generelle Verbesserung ihrer Schlaganfallsymptomatik.

Die Studie sei vielversprechend, erklärt Heo, da sie die Wirksamkeit von Abciximab bei sekundären Blutgerinnseln zeigen konnte. Für eine klinische Anwendung sei es jedoch noch zu früh. Zuvor müsse die Untersuchung in größerem Ausmaß wiederholt werden, um die Sicherheit des Medikaments eindeutig abzuklären.

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