Gegen Herpes ist ein Kraut gewachsen

Die bekannte Heilpflanze Gemeine Brunelle (Prunella vulgaris) enthält offenbar bestimmte Substanzen, die sehr effektiv gegen Herpesviren helfen. Diese so genannten Lignine konnten signifikant die Auswirkungen von Herpesinfektionen reduzieren. Kanadische Wissenschaftler berichteten über ihre Ergebnisse auf dem Allgemeinen Treffen der Amerikanischen Gesellschaft für Mikrobiologie in Washington.
Die schon lange als Allheilmittel bekannte Pflanze ist sehr verbreitet. Sie wächst in China, Europa und Nordamerika. Erfolgreich zeige sie sich beispielsweise bei Mund- und Halsentzündungen, aber auch bei hohem Blutdruck und teilweise sogar in der Behandlung von Krebs, meint Song Lee, einer der Wissenschaftler von der Dalhousie-Universität in Halifax (Kanada). Ein weiteres Anwendungsgebiet entdeckten die Forscher nun in ihren Versuchen an mit Herpesviren infizierten Meerschweinchen und Mäusen: Eine Creme mit den Brunella-Ligninen verringerte bei den Meerschweinchen deutlich die von der Krankheit ausgelösten Hautveränderungen und erhöhte signifikant die Überlebensrate der Mäuse.

Die antivirale Bestandteile der Gemeinen Brunelle wirken anders als gängige Herpes-Medikamente wie etwa Aciclovir, erklärt Lee. Da die Infektion mit Herpes sehr verbreitet ist, und bereits viele Herpesviren resistent sind gegen Aciclovir, hofft Lee, dass sich die hohe Wirksamkeit der Brunella-Lignine in weiteren Versuchen bestätigen wird.
ddp/bdw ? Stefanie Offermann


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