Famoser Fehlgriff

Illustration: Hubert Warter
Illustration: Hubert Warter

So ist das eben mit Routinehandlungen: Man schaut gar nicht mehr hin. Der Autopilot im Gehirn agiert eigenständig, der Vorgang läuft unterhalb der Bewusstseinsebene ab. Von diesem energiesparenden Mechanismus der Hirnphysiologie profitierte vor fast 250 Jahren ein Feinmechaniker und Instrumentenbauer – aber sein Beruf tut dabei nichts zur Sache.

Mit Bleistift und Papier bewaffnet, brütete er eines Tages über Schreibarbeiten. Aus aktuellem, häufig wiederkehrendem Anlass tastete er mit einer Hand zur Seite, wo der Autopilot im Oberstübchen ein Stück Brot vermutete. Stattdessen erwischte er aber einen Klumpen einer damals noch wenig bekannten Substanz aus einer fernen Kolonie seines Heimatlandes. Eine Probe der exotischen Substanz hatte zufällig neben dem Brot auf dem Tisch gelegen. Das war der Moment einer bemerkenswerten Entdeckung, denn die mit dem falschen Klumpen ausgeführte Tätigkeit gelang viel besser als mit dem gewohnten Backwerk.

Der Fairness halber sei daran erinnert, dass dies kein gastronomisches Rätsel ist. Brot hat indes schon zu allen Zeiten zu allen möglichen anderen Zwecken gedient als zum Gegessenwerden.

Wem gelang der geniale Griff?

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