Zahlenband im Kopf
Wie große Mathematiker, die angaben, sich Zahlen räumlich als Maßstab oder Zahlengerade vorzustellen, machen es unbewusst auch Laien. Das behaupten jedenfalls italienische Psychologen nach einer Studie mit Hirngeschädigten. Diese können wegen eines Defekts in der rechten Hirnhälfte Distanzen kaum abschätzen. Ähnliche Probleme hatten sie bei Zahlenabständen, berichten die Forscher von der Universität Padua im Fachmagazin "Nature" (Bd. 417, S. 138).
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Mussten die Patienten etwa in die Mitte einer Strecke zeigen, so rutschten sie bei langen Stücken meist deutlich nach rechts, bei kürzeren aber nach links. Genauso bei Zahlen: Fragten die Psychologen um Marco Zorzi nach der Mitte zwischen 11 und 19, so war die häufigste Antwort die 17. Bei 11 und 13 aber tippten die Patienten meist auf die 10.
Offenbar stelle man sich Zahlenreihen als ein Band vor, dass von links nach rechts läuft, sagen die Forscher. Sie raten, etwa beim Kopfrechnen das "Zahlenband im Kopf" zu nutzen und sich die Zahlen bewusst räumlich zu denken.
ddp/bdw - Marcel Falk



















