Gentherapie mit entschärften HI-Viren?
Entwaffneter Aids-Erreger überträgt DNA dauerhaft in kranke Zellen.
Das HI-Virus kann erstmals gefahrlos in einer Gentherapie eingesetzt werden: Australischen Forschern vom Women’s and Children’s Hospital in Adelaide ist es gelungen, das Virus der Immunschwächekrankheit zu entschärfen. Das berichten die Wissenschaftler in der Zeitschrift Human Gene Therapy.
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Don Anson und Maria Fuller entwaffneten das HI-Virus vom Typ 1, indem sie ein Protein entfernten, das für die Vermehrung und den Krankheitsausbruch verantwortlich ist. Damit ist der gefährliche Krankheitserreger für den Menschen nun therapietauglich.
Das HI-Virus sei in einer Gentherapie besonders geeignet, "weil es das genetische Material dauerhaft auf seinen Wirt überträgt", erklärt Anson. Außerdem könnte die HIV-Genfähre auch in Zellen wirksam werden, die nicht wachsen. Dies können nur wenige Viren. Derzeit wird das entschärfte HI-Virus im Tierversuch getestet.
Die Gentherapie nutzt Viren, zum Beispiel Adeno- und Herpesviren, um mit ihnen gesundes Genmaterial in kranke Zellen einzuschleusen, denen Gene fehlen oder die ein oder mehrere defekte Gene enthalten.
Susanne Donner


















